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Rendsburg B-Plan 27 wird diskutiert
Lokales Rendsburg B-Plan 27 wird diskutiert
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18:49 21.10.2018
Der B-Plan 27 steht weiter in der Diskussion, Bürgermeisterin Ute Hauschild hofft auf Lösung mit der alle Beteiligten zufrieden sind. Quelle: Sorka Eixmann
Molfsee

„Das ist eine politische Entscheidung“, betont Bürgermeisterin Ute Hauschild in dem Zusammenhang. Die Politik hatte eine endgültige Beschlussfassung in Sachen Bebauung der Flächen gegenüber des Catharinenbergs bislang noch nicht gefällt, eine weitere Bürgerbeteiligung soll den Weg weisen. Als Moderator wurde sich für den Architekten und Stadtplaner Werner Schmidt aus Bordesholm entschieden.

„Die bisherigen Runden Tische und Bauausschusssitzungen haben bei den betroffenen Anwohnern nicht das Gefühl erzeugt, wirklich gehört worden zu sein“, sagt Thiemo Lüeße, der als Hauptausschussvorsitzender die Veranstaltung im Namen der Fraktionen eröffnen wird. „Genau das wollen wir ändern. Alle Argumente und Wünsche müssen gehört werden, jenseits aller formalen Verfahren“, so Lüeße. „Dass wir überfraktionell das Projekt grundsätzlich nach wie vor unterstützen, ist aber genauso klar“, betont er. „Das bisherige baurechtliche Verfahren hat der Bauausschuss gestoppt, jetzt haben die Bürger das Wort.“

Der Ablauf steht bereits fest: Vor Beginn der Veranstaltung werden auf den Plätzen Karteikarten verteilt. „Dort kann jeder seinen Namen und seine Frage aufschreiben. Dann wird der Moderator nach und nach die Karten abarbeiten, in dem er den Namen des Schreibers aufruft. Der kann dann nach vorne kommen und sein Anliegen vorbringen. So kommt jeder dran, und es ist auch jeder zu verstehen.“

Auch wenn die Veranstaltung durch die Politik organisiert wurde, so ist doch auch Ute Hauschild als gewählte Bürgermeisterin engagiert bei der Debatte um die künftige Bebauung in Molfsee dabei. „Für mich steht fest, dass ich nicht nur die Anliegen der dortigen Anwohner sehen darf, ich muss die Gesamtheit der Gemeinde mit allen rund 4800 Bürgern sehen“, betont Hauschild. „Eine Bürgerbeteiligung ist wichtig, aber nicht nur von denen, die sich im Moment beschweren.“

Für sie steht fest: „Es wäre ein Kollateralschaden, wenn das Projekt stirbt. Das bedeutet aber nicht, dass es wie derzeit geplant zur Umsetzung kommt.“ Der Grund: Wohnraum wird in Molfsee definitiv benötigt. „Wir haben von Senioren bereits Anfragen vorliegen, die Wohnungen suchen, weil sie ihre große Häuser gern verkaufen möchten. Es werden von jungen Familien freistehende Häuser gesucht“, sagt die Verwaltungschefin. Und noch etwas liegt ihr am Herzen. „Auch unser Nachwuchs, beispielsweise bei der Feuerwehr, sucht Wohnraum, der bezahlbar ist.“

Ein Hinweis hat Hauschild noch: „Das Beteiligungsverfahren ist natürlich nicht beendet. Auch nach der erneuten Auslegung können Anregungen und Einwände abgegeben werden.“

Von Sorka Eixmann

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