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Rendsburg Inhaber Rahbari will an Krebs verkaufen
Lokales Rendsburg Inhaber Rahbari will an Krebs verkaufen
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08:03 12.10.2019
Von Sorka Eixmann
Der Autodienst in Blumenthal: Inhaber Mohammad Rahbari möchte gern an die Firma Krebs aus Neumünster verkaufen. Quelle: Sven Janssen
Blumenthal

"Ich möchte nun wirklich mit meiner Frau den Ruhestand genießen, ich habe lange genug gearbeitet", erklärt der 77-Jährige Mohammad Rahbari mit fester Stimme. Seine Kinder wollen die Firma nicht weiterführen. "Ich möchte, dass mein Lebenswerk in gute Hände kommt", betont der Perser, der 1961 eigentlich nur kurz nach Deutschland gekommen war - und dann blieb.

Gegenwind aus Blumenthal: Bürger fürchten möglichen Belastungen

Bereits im Mai hatte es eine Einwohnerversammlung mit dem Punkt "Planungen Rahbari-Gelände" gegeben. Und es gab Gegenwind: Einige Bürger hatten sich kritisch geäußert. Sie befürchten, dass mit der Ansiedlung der Firma Krebs beispielsweise auch mit vermehrten Lärm- und Staubemmissionen gerechnet werden müsse.

Diese Befürchtung hat Familie Rahbari nicht, sie ist sehr zufrieden mit dem Angebot von Jürgen Schabow, Geschäftsführer bei der Firma Ernst Krebs in Neumünster. "Das hat mir alles sehr gut gefallen. Ich fühlte mich und meine Firma gut aufgehoben." Die Firmengruppe Krebs ist seit mehr als 60 Jahren landesweit vertreten. Zu den Tätigskeitsbereich des Familienunternehmens gehören unter anderem der Kies- und Sandabbau, die Herstellung und Lieferung von Beton, Abfallentsorgung oder auch Containerdienste.

Für das rund 8000 Quadratmeter große Betriebsgrundstück der Firma Rahbari stellt sich der potentielle Käufer Folgendes vor: "Unsere Grundidee ist eine Reduzierung von Transporten", erklärt Schabow. "Wir würden gern in Blumenthal einen langfristigen Betriebsstandort für den regionalen Markt errichten. Von dort aus soll eine Belieferung der Baustellen und der Verkauf an Kleinkunden mit Sand, Kies und Sekundärrohstoffen erfolgen."

Firma Krebs will in Blumenthal regionalen Standort aufbauen

Des Weiteren sei geplant, die über die firmeneigenen Container angenommenen Abfälle aus dem Baubereich auf dem Betriebsgrundstück in größeren Transporteinheiten zusammenzufassen, ebenfalls um Transportwege zu verringern. Jürgen Schabow betont: "Nur bei den mineralischen Abfällen wie beispielsweise Bauschutt oder Altholz ist eine Aufbereitung vorgesehen, um diese der Verwertung zuführen zu können."

Da es kritische und auch ängstliche Fragen aus der Gemeinde gab, hat die Firma Krebs an alle Haushalte ein  Infoblatt verteilt. "Mir geht es darum, dass umfassend informiert wird. Alles, was wir planen, wird öffentlich diskutiert, und wir müssen und wollen uns an die gesetzlichen Vorgaben halten. Wir können nicht Wildwest spielen", so Schabow. Ganz wichtig ist dabei für den Geschäftsführer: "Die Gerüchte, dass dort später Fäkalien, Klärschlämme, Krankenhausabfälle oder gar Hausmüll angenommen werden, sind falsch." Auch Rahbari ärgert sich: "Solche Aussagen verunsichern doch nur, ich bin sicher, dass Firma Krebs das Beste ist, was Blumenthal passieren kann."

Für Schabow ist in dem Zusammenhang noch eines sehr wichtig: "Wir sind an vielen Standorten im Land und haben immer Wert auf ein gutes nachbarschaftliches Miteinander gelegt. Wir wollen das auch weiterhin. Wir achten auf gepflegte Betriebsgrundstücke, und es werden Arbeitsplätze geschaffen."

Für Mohammad Rahbari wäre der Verkauf ein Traum - doch noch träumt der 77-Jährige.

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