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Rendsburg Protest-Unterschriften gingen an Sander
Lokales Rendsburg Protest-Unterschriften gingen an Sander
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06:00 12.07.2019
Von Florian Sötje
Michael Becker (Mitte) und Eckhardt Schütz (rechts) erläutern Bürgermeister Ingo Sander (CDU) die Beweggründe der Interessengemeinschaft Ortsmitte Kronshagen. Quelle: Florian Sötje
Kronshagen

Die Bauarbeiter stehen zwar noch nicht in den Startlöchern, aber spätestens im Herbst soll es endlich losgehen: Die Südseite, also Grünfläche, Marktplatz und Ladenzeile, des Ortskerns in Kronshagen wird neu gestaltet. Bereits Ende des Monats soll die provisorische Marktfläche auf der derzeit brachliegenden Nordseite fertig gestellt sein.

Mit der entworfenen Planung, die nach den Bürgerworkshops und dem städtebaulichen Wettbewerb von 2015 auf dem Tisch liegt, sind die Kronshagener Michael Becker, Agnes Taentzer und Dieter Leptien aber nicht einverstanden. Deshalb gründeten sie Ende Mai die Interessengemeinschaft Ortsmitte Kronshagen und sammelten Unterschriften gegen die geplante Gestaltung der Südseite.

Kaufleute beklagen „zwei gravierende Mängeln“

Dem Protest angeschlossen haben sich Kaufleute der Geschäfte in der Ladenzeile, zum Beispiel der Buchhandlung Korth, der Bäckerei Steiskal und des Eiscafés Venezia. Sie stören sich an „zwei gravierenden Mängeln“ der Ortskernplanung. So fürchten sie um die „Vernichtung funktionierender Aufenthaltsbereiche in der Grünfläche“ und um den Wegfall von zentralen Parkplätzen am Bahnhofsvorplatz.

Die 2000 gesammelten Unterschriften von Besuchern des Ortskerns übergaben Michael Becker, Agnes Taentzer und Eckhardt Schütz, Geschäftsführer der Bäckerei Steiskal, am Donnerstag Bürgermeister Ingo Sander (CDU) im Rathaus. Ihre damit verbundene Forderung: Die Kronshagener Gemeindevertreter sollten sich nochmals mit der geplanten Umsetzung auf der Südseite auseinandersetzen.

Bürgermeister Sander: "Verzerrung der Tatsachen"

“Die Ziele, die die Bürger in den Workshops damals erarbeitet haben, sahen vor, dass die Aufenthaltsqualität verbessert und die zentralen Parkplätze beibehalten werden“, sagte Becker. Aus Sicht der Interessengemeinschaft passiere beides nach den bestehenden Planungen nicht. Stattdessen fielen Sitzmöglichkeiten vor den Geschäften der Ladenzeile sowie in der Grünfläche genauso weg wie 22 von 33 zentralen Parkplätzen am Bahnhofsvorplatz.

Bürgermeister Ingo Sander (CDU) wollte das so nicht stehen lassen. Den Fokus einzig auf diese Parkplätze zu legen sei „eine Verzerrung der Tatsachen“. Er habe den Gewerbetreibenden versichert, dass die Parkplätze „nicht irgendwo“ kompensiert würden, sondern im Bereich der Ladenzeile und verwies auf das dezentrale Parkplatzkonzept. „Wir werden hinterher mehr Parkplätze haben als vorher“, sagte Sander, der sich an der Art und Weise stört, wie die Interessengemeinschaft „Teile der Tatsachen ausblendet“. Er halte es für falsch, so Emotionen zu erzeugen. „Das wird auch den Leuten nicht gerecht, die sich für den Ortskern interessieren und sich konstruktiv eingebracht haben“, sagte Sander.

Unterschriftensammlung geht weiter

Die Auffassung der Interessengemeinschaft, dass sich die Aufenthaltsqualität in den Grünflächen verschlechtern werde, teilte der Verwaltungschef ebenfalls nicht. „Ich bin zuversichtlich, dass es dort eine Aufwertung geben wird“, sagte er. Eckhardt Schütz bemängelte, dass im Bereich der Grünflächen viele Punkte noch nicht geklärt seien. Zudem fänden sich Bürger und Gewerbetreibende, die an den Workshops teilgenommen hätten, nicht in der Planung wider. Diese Darstellung teile er nicht, sagte Sander. „Ich bin aber sicher, dass wir für die Gewerbetreibenden eine vernünftige Lösung finden werden.“

Die Interessengemeinschaft sieht nun die Gemeindevertreter in der Pflicht, sich mit den Kritikpunkten nochmals auseinander zu setzen. „Wir werden weiter Unterschriften sammeln und die Bürger über den aktuellen Stand der Dinge informieren“, sagte Michael Becker.

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