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Rendsburg Initiative will bei Grundschul-Fusion mitreden
Lokales Rendsburg Initiative will bei Grundschul-Fusion mitreden
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18:25 06.02.2017
Von Sven Janssen
Yvonne Schneider (38), Initiatorin des Bürgerbegehrens gegen eine schnelle Fusion der Grundschulen. Quelle: Sven Janssen
Kronshagen

„Was bleibt, ist ein Gefühl von Ohnmacht, das fassungslos macht.“ Mit diesen Worten beschreibt Yvonne Schneider die Stimmungslage eine Woche nach dem Beschluss der Gemeindevertretung, die Fusion um ein Jahr zu verschieben. Mehr als 2000 Kronshagener hatten in einem Bürgerbegehren gefordert „Eine Fusion der Eichendorff-Schule und der Brüder-Grimm-Schule zu einer großen Grundschule mit über 450 Kindern zum Schuljahr 2017/18 erfolgt nicht.“

 Man habe sich absichtlich nicht generell gegen die Fusion ausgesprochen, da diese ja auch das Ergebnis eines Abwägungsprozesses der verschiedenen Alternativen sein könnte. „Wir wollten Zeit für eine ergebnisoffene Diskussion“, so Schneider. Nach der Mehrheitsentscheidung ist jetzt ein Jahr mehr Zeit, in der dürfe auch weiter diskutiert werden, das Ergebnis stehe aber schon vorab fest: Zum Schuljahr 2018/19 sollen die beiden Schulen zusammengelegt werden. „Damit ist die Chance auf ergebnisoffene Gespräche vertan“, so Schneider. Es blieben am Ende die Gräben, die Verletzungen, die Sieger und die Besiegten übrig, gemeinsam wäre anders gewesen.

 „Noch am Abend der Entscheidung erreichten mich fast 300 Nachrichten, die im Gros weitere Demos oder auch einen neuen Bürgerentscheid wollten“, sagte die 38-jährige Initiatorin des Bürgerbegehrens. „Das würde aber nicht viel bringen“, ist ihre Einschätzung, denn die Botschaft der Bürger sei schon jetzt klar: „Es braucht eine Analyse und Diskussion, bei der alle mitgenommen würden und nicht eine Entscheidung von oben.“

 Eben diese ergebnisoffenen Gespräche seien von der Mehrheit der Gemeindevertretung offensichtlich nicht gewollt. „Man hätte die Bürger, die sich in diesem Prozess weder ernst genommen noch eingebunden fühlen, leicht mit an Bord holen können, um sich gemeinsam auf den Weg zu machen“, wirft sie der Politik vor. Es sei nicht nachvollziehbar, dass erst Entscheidungen getroffen werden, um anschließend Fachleute hinzuzuziehen und Fragen zu stellen, so Schneider. „Der umgekehrte Weg wäre im Interesse aller Kinder der Richtige gewesen.“

 Die Gemeinde hat sich für die Zusammenlegung ausgesprochen und damit den eigentlichen Fusions-Prozess aus der eigenen Hand an das Bildungsministerium abgegeben. „Wir hoffen, dass uns die Entscheidungsträger dort eine Chance geben, uns konstruktiv an den Gesprächen und Prozessen zu beteiligen“, so Schneider, die für diese Gespräche ihre Bereitschaft signalisierte. „Wir wollen bei der Gestaltung des Prozesses noch immer mit ins Boot.“

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