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Rendsburg Initiative will Veränderung der Pläne
Lokales Rendsburg Initiative will Veränderung der Pläne
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06:00 13.08.2019
Von Florian Sötje
Michael Becker (von links), Hendrik Rexin, Dieter Leptien und Agnes Taentzer sitzen vor der Kronshagener Ladenzeile und fordern, dass die Gemeinde ihre Überlegungen zur Gestaltung der Südseite nochmals überdenkt. Quelle: Florian Sötje
Kronshagen

Nachdem die Initiatoren vor einem Monat ihre gesammelten Protest-Unterschriften an Bürgermeister Ingo Sander (CDU) übergeben hatten, wendeten sie sich mit einer schriftlichen Aufforderung an die politischen Fraktionen der Gemeinde, die Planung der Südseite des neuen Ortskerns zu überdenken.

Bereitschaft für ein Gespräch gibt es von allen Fraktionen

Laut Michael Becker, Mit-Initiator der Interessengemeinschaft, bot Bürgervorsteher Bernd Carstensen (CDU) daraufhin im Namen der Fraktionen CDU, SPD und Grüne ein Gespräch zwischen Politik, Interessengemeinschaft und Geschäftsleuten der Ladenzeile an, verwies jedoch auf die umfassende Bürgerbeteiligung, die den Planungen zu Grunde liege. Die Fraktion der UKW indes stimmte in ihrem Antwortschreiben, das KN-online vorliegt, der Argumentation der Interessengemeinschaft zu, dass die Umsetzung der in Workshops von Kronshagenern erarbeiteten Ideen in der Planung „nicht gelungen ist“.

UKW sieht bei Änderung des Rahmenplans "finanzielle Risiken" für Gemeinde

Auch die UKW steht einem Gespräch mit der Interessengemeinschaft offen gegenüber, hält eine Veränderung der vorgesehenen Maßnahmen aber nicht mehr für möglich. In dem Schreiben heißt in Bezug auf den Rahmenplan: „Jede Änderung würde zum Verlust der Fördermittel führen und mit nicht absehbaren finanziellen Risiken für die Gemeinde verbunden sein.“

Initiative hält Veränderungen kurzfristig für möglich

Die Interessengemeinschaft, der sich insgesamt sechs Geschäfte aus der Ladenzeile, unter anderem Bäckerei, Eiscafé und Buchhandlung, angeschlossen haben, sieht das anders. Eine kurzfristige Lösung, da im September auf der Südseite der Umbau beginnen soll, sei möglich", sagte Becker. „Deshalb wäre es sinnvoll, zeitnah an einen Tisch zu kommen."

Reduzierung der bestehenden Parkplätze bleibt ein Hauptkritikpunkt

Die Reduzierung der Parkplätze direkt an Ladenzeile und Bahnhaltepunkt sowie die Reduzierung der Plätze für die Außengastronomie der Geschäfte auf der Grünfläche bleiben die beiden zentralen Kritikpunkte der Interessengemeinschaft.

Geschäftsleute befürchten Umsatzeinbußen

„Parkplätze sind die Hauptlebensader für jedes Geschäft. Sie bringen Frequenz und Kunden“, sagte Hendrik Rexin, Verkaufsleiter der ansässigen Bäckerei. Am liebsten würden Kunden heutzutage direkt vor dem Geschäft parken. Deshalb sei die Kompensation durch Parkplätze an anderer Stelle „nicht für jeden erstrebenswert“. „Es zeichnet den Ortskern aus, dass man hier direkt parken kann“, sagte Rexin und verwies auf eine verkehrsberuhigende Maßnahme in der Preetzer Innenstadt. „Dort hat man uns Frequenz genommen und den Umsatz somit halbiert. So etwas ähnliches befürchten wir auch hier“, sagte er.

Interessengemeinschaft will "für Bürger weiter kämpfen"

Zudem wisse man nicht, ob die geplanten Ersatzparkplätze tatsächlich umgesetzt würden, sagte Becker. Er betonte, dass man die Politiker nicht ärgern, sondern stattdessen für die Bürger kämpfen wolle, um die Ortsmitte wie geplant zu stärken.

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