Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Drei neue Windräder an der A 7
Lokales Rendsburg Drei neue Windräder an der A 7
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 04.05.2019
Von Frank Scheer
Die Projektgesellschaft Heeck mit Sitz in Mühbrook will eine Ausnahmegenehmigung für drei Windkraftanlagen in Loop beantragen. Auf Krogasper Gebiet stehen bereits drei Anlagen an der A7. Quelle: Frank Scheer
Anzeige
Loop

In der Sitzung der Gemeindevertretung in Loop wird am Montag, 6. Mai, ab 19.30 Uhr über die städtebauliche Vereinbarung zwischen Kommune und Investor beraten. Wegen des erwarteten starken Publikumsinteresses findet die Sitzung im Saal des privaten Landhauses statt. Im Entwurf des Regionalplans Schleswig-Holstein ist das vorgesehene Areal als eines von 361 Vorranggebieten für die Windenergienutzung vorgesehen (RDE 130). Im Amt Bordesholm sind fünf solcher Vorranggebiete geplant.

Investoren können Ausnahmegenehmigung beantragen

Wann der Regionalplan offiziell in Kraft treten wird, ist unbekannt. Zurzeit läuft noch die Auswertung des zweiten Beteiligungsverfahrens, dessen Frist am 3. Januar endete. Investoren können aber für Flächen, die im zweiten Entwurf vorgesehen sind, eine Ausnahmegenehmigung für die Realisierung beantragen, teilte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht mit. Über die muss das Landesamt für Landwirtschaft, Natur und Umwelt in Flintbek in Abstimmung mit dem Land entscheiden. 

Anzeige

Investor stellt sich in Loop persönlich den Fragen der Bürger

„In den nächsten Wochen will ich diese Ausnahme beantragen“, kündigte der Investor Jens Heeck an. Wie lange es bis zu einer Entscheidung dauern könnte, konnte er nicht sagen. Aber: „Der Eignungsraum ist vorgesehen, es sind schon drei Anlagen in Betrieb und alles liegt an der A 7, so wie es die Regierung in Kiel will.“ Nach Loop will Heeck, der in der Nachbargemeinde Mühbrook Gemeindevertreter und stellvertretender Bürgermeister ist, auch persönlich kommen und Nachfragen der Bürger beantworten. Vorgesehen sind ein Windrad mit einer Leistung von 4,2 Megawatt und zwei Anlagen mit 3,45 Megawatt. Eine Stromerzeugung von 42 000 Megawattstunden ist geplant. Heeck: „In Loop werde dadurch für eine eine CO2-Ersparnis von 30000 Tonnen gesorgt.“ 

Städtebauliche Vereinbarung wird beraten

In Loop geht es am Montag nicht um eine Genehmigung oder Ablehnung. Dinge wie Anzahl und Höhe regelt das Bundesimmissionsschutzgesetz. „Wir als Gemeinde haben da nur wenig Mitspracherecht“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Klaus Golz. Dennoch soll alles sehr transparent laufen. Er wird bei diesem Punkt die Sitzung leiten, da Bürgermeister Torsten Teegen wegen Landbesitzes befangen ist.

„Alle Bürger sind über Handzettel auf die Sitzung aufmerksam gemacht worden.“ Beraten wird über die städtebauliche Vereinbarung zur Realisierung der Anlagen. Beispielsweise ist der Appelhofweg als Zufahrt zu dem Bereich vorgesehen. Der Investor will diese Straße auf eigene Kosten ausbauen, damit die schweren Gespanne dort fahren. „Auch die enge Einmündung an der Hauptstraße ist kein Problem, wenn die Gespanne rückwärts zum Dorfplatz zurücksetzen“, so Heeck

Immer informiert: Lesen Sie alle Nachrichten aus der Region Rendsburg.

03.05.2019
Hans-Jürgen Jensen 03.05.2019
Anzeige