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Rendsburg Wo geht's denn hier zum Feuer?
Lokales Rendsburg Wo geht's denn hier zum Feuer?
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21:20 10.09.2016
Von Rainer Krüger
Gemeinsam wurde ein fiktives Feuer bekämpft. Quelle: Rainer I. Krüger
Damp

Mit 40 Fahrzeugen rückten Nothelfer aus zwei Sondereinsatzgruppen im Kreis Rendsburg-Eckernförde – der 1. und 2. Wasserförderbereitschaft – um 13.40 Uhr in unmittelbarer Nachbarschaft des Campingplatzes Koralle an. Der Führer der 1. Wasserförderbereitschaft Uwe Wichert stellte das Übungsszenario vor. „Wir haben einen Waldbrand, der sich mit 500 Meter pro Stunde fortbewegt. Wir müssen das Löschwasser aus zwei entfernten Quellen holen: Einen Vorfluter in die Ostsee und aus der Schwastrumer Au.“ 

Entsprechend war für die Feuerwehrleute nördlich (1. Bereitschaft) und südlich des Nord-Ostsee-Kanals (2. Bereitschaft) Schlauchverlegen angesagt. „Insgesamt auf 1,5 Kilometer“, sagte Wichert. Vor dem Wasser floss bei bestem Sonnenwetter der Schweiß. Unter anderem machten Hannes Benn und Mirko Krabbenhöft von der Feuerwehr Holtsee Strecke. „Unser Fahrzeug hat 600 Meter B-Schläuche an Bord“, erklärte Benn den starken Einsatz. 

Parallel hatte im Wald das Freilegen einer Schneise begonnen. Auf einer acht mal zehn Meter großen Fläche wurden Äste abgesägt und der Boden von brennbaren Material befreit. „Der Streifen soll das Feuer stoppen“, beschrieb Wichert den Idealfall. Allerdings stellte er in seiner Abschlusskritik dar, dass Schneise nur eine Maßnahme für Großbrände wäre. Einsatzorte könnten der Kropper Wald oder der Segeberger Forst sein. Beim fünf Hektar großen Übungswald hätten die Helfer aus den Wehren, dem Technischem Hilfswerk (THW) und von den Johannitern wohl auf der Straße im Süden des Stück Aufstellung genommen. 

Hier finden Sie Bilder von der Katastrophenschutzübung in Damp.

Schließlich waren alle Schläuche verlegt. Aus zehn Strahlrohren spritze das Wasser. Beim Löschen kooperierten die Wehren. So standen Michael Münsterberg (51) von der Wehr der Stadt Büdelsdorf und Tom Penning (19) von den Altenholzer Brandschützern gemeinsam am Rohr. „Es ist gut, dass so etwas geübt wird. Ich war schon bei einem Moorbrand. Das Feuer liegt schon ein paar Jahre zurück“, so Münsterberg. Wie für Penning war es auch für Johanna Koblitz von der Feuerwehr Brügge die erste Katastrophenschutzübung. „Alles klappt gut“, fand die 18-Jährige.

Wichert und Burkhard Wardin, der Führer der 2. Bereitschaft, waren mit der Übung zufrieden. „Das gilt auch für den ersten Teil. Ab 8.40 Uhr wurde auf dem THW-Gelände in Osterrönfeld das Retten von Personen geübt. Gerade dass es zwei ganz unterschiedliche Aufgaben an verschiedenen Orten gab, machte das Besondere aus“, so Wichert. Seine Gesamtnote für die Jahresübung lautete „gut“ mit Tendenz nach oben.

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