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Rendsburg Kronshagen sichert sich Einfluss auf Markant-Komplex
Lokales Rendsburg Kronshagen sichert sich Einfluss auf Markant-Komplex
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14:15 11.10.2019
Von Florian Sötje
Der Markant-Markt im Ortsteil Kopperpahl in Kronshagen ist der letzte verbliebene Nahversorger in der näheren Umgebung. Quelle: Florian Sötje
Kronshagen

Der Markant-Markt in der Kopperpahler Allee in Kronshagen ist der letzte verbliebene Einzelhändler in der näheren Umgebung. In die Schlagzeilen war im vergangenen November die ansässige Tiefgarage gekommen. Die Kriminalpolizei Kiel hatte dort hinter einer Wand eine professionell betriebene Marihuana-Plantage entdeckt. Der sichergestellte Stoff hatten einen geschätzten Straßenverkaufswert von 350.000 Euro. Von den Tätern fehlt weiter jede Spur.

Markant-Markt für Versorgung in Kopperpahl sehr wichtig

Während die Marihuana-Pflanzen vor Ort aus dem öffentlichen Fokus gerückt sind, nimmt die Tiefgarage nun aufgrund einer Versorgung der anderen Art eine wichtige Rolle ein. Im Zuge der Ortskernplanung hatte die Gemeinde Kronshagen ein Einzelhandelsgutachten in Auftrag gegeben, das die Versorgung im gesamten Ort unter die Lupe nehmen sollte. Dieses kam Ende 2016 zu dem Ergebnis, dass der Markant-Markt von zentraler Bedeutung, aber „nicht unbedingt auf einem zeitgemäßen Stand“ sei.

„Dieser Nahversorgungspunkt in Kopperpahl ist sehr wichtig. Daher haben wir ein großes Interesse daran, dass er erhalten bleibt“, sagt Bürgermeister Ingo Sander (CDU). Die Gemeinde habe die Tiefgarage erworben, um darauf Einfluss zu haben, was zukünftig vor Ort geschehe.

Gemeinde will den Standort sichern

Laut Sander leben im Ortsteil Kopperpahl etwa 4000 Menschen. Seitens der Gemeinde bestehe daher der Wunsch nach einem Ausbau des Marktes. „Eine Erweiterung ist aber nicht die erste Priorität. Zunächst einmal geht es um die Sicherung des Standorts“, sagt Sander. Die Unternehmensgruppe Bartels-Langness (Bela) äußert sich auf die Nachfrage nach einer möglichen Erweiterung zurückhaltend: „Wir verstehen uns als wichtiger Nahversorger in Kronshagen und sind gern Teil dieser Gemeinde. Grundsätzlich sind wir immer für weitere geeignete Einzelhandelsstandorte offen“, heißt es von einer Sprecherin.

In dem Einzelhandelsgutachten (Stand Ende 2016) war man zu dem Schluss gekommen, dass die Filiale in der Kopperpahler Allee 121 über „deutlich unterdurchschnittliche Verkaufsflächen und beengte Stellplatzanlagen“ verfüge. Der Baukörper weise einen gewissen „Instandhaltungsrückstau“ auf.

Unternehmen weist auf Erweiterung 2017 hin

Die Bela-Sprecherin weist darauf hin, dass der Markt „erst 2017 erweitert und modernisiert“ worden sei. Im damaligen Frühjahr war durch den Auszug einer benachbarten Kinderarztpraxis die Verkaufsfläche um etwa 100 Quadratmeter auf etwa 660 Quadratmeter gewachsen. Für die Maßnahme investierte das Unternehmen 160.000 Euro. Bis dahin hatte sich die Ladenfläche seit der Eröffnung 1988 nicht verändert.

Eine Erweiterung des Marktes sei "wünschenswert"

Einen Wandel hat es seither bei der Versorgungssituation in Kopperpahl aber sehr wohl gegeben. Die Märkte von Plus und Aldi verließen den Ortsteil, in dem viele ältere Kronshagener wohnen. Aufgrund der Erreichbarkeit konzentriere sich vor Ort alles auf den Markant-Markt, sagt Uwe Hartwig, Vorsitzender des Seniorenbeirats. Der Weggang von Aldi und Plus habe eine spürbare Lücke hinterlassen, im Markant-Markt bekomme man im Sortiment aber alles, was man brauche. „Mit dem Umbau hat sich dort schon etwas getan. Das war ganz klar ein Gewinn“, sagt Hartwig. „Aus Sicht der Senioren ist der Erhalt des Marktes zwingend notwendig, und eine Vergrößerung wünschenswert“, ergänzt der Vorsitzende des Seniorenbeirats.

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