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Rendsburg Schulpaten winden Kränze für Afrika
Lokales Rendsburg Schulpaten winden Kränze für Afrika
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13:49 01.10.2019
Von Beate König
Sie winden an drei Nachmittagen Kränze für den Benefizverkauf auf dem Kenia-Markt (von links): Christine Hessel, Maike Mittelstät, Eva Jöhnk, Ellen Kabke, Martina Mammen, Gunda Rohwer und Brigitte Ingwersen gehören zu der Gruppe von 15 Frauen. Quelle: Beate König
Langwedel

Der Garten von Maike Mittelstät wirkt wie der Arbeitsraum einer Open-Air-Gärtnerei. Auf dem Rasen stehen drei Tische, auf denen sich Zweige türmen. Buchsbaum, Pfaffenhütchen mit rosa Früchten, rote Hagebutten, fette Henne, Zypressen, Koniferen. Zieräpfel und Zweige von Lampionblumen warten in großen Plastikkörben auf ihren Einsatz. Zehn Frauen beugen sich über die Arbeitsplatten. In der einen Hand Bindedraht, in der anderen kurze Zweige. Binnen Minuten formen sich in ihren Fingern aus Naturmaterial die dekorativen Ringe.

Es gibt nur vier Plumpsklos für 600 Schüler

Die Herbstkränze sind ein Klassiker auf dem sogenannten „Kenia-Markt“. Zum 38. Mal wird auf dem Markt Geld gesammelt, das der Mwabungo/Kenya Galu Primary School in Afrika zugute kommt. „Bis jetzt gibt es für 600 Schüler dort nur vier Plumpsklos. Wir wollen mit den Einnahmen vom Markt sanitäre Anlagen bauen lassen“, erzählt Maike Mittelstät aus dem Verein. Rund 2000 Euro kommen jedes Jahr beim Benefizmarkt zusammen, auf dem auch Töpferwaren, Artikel aus einem Eine-Welt-Laden, Produkte aus Afrika, Kaffee und Kuchen verkauft werden.

Die Idee der verstorbenen Lehrerin Edith Sinhart lebt in Langwedel weiter

Die verstorbene Lehrerin Edith Sinhart aus Langwedel hat im November 1981 die Patenschaft zwischen der deutschen und der kenianischen Schule begründet. Reisen Vereinsmitglieder der Schulpatenschaft Langwedel Mwabungo/Kenya Galu Primary School zur afrikanischen Schule, stellen sie immer fest: Das gespendete Geld wird dort im Sinne des Vereins eingesetzt.

Die Gruppe der Kranzwinderinnen entstand aus einem Freundeskreis im Kindergarten. „In den Anfangsjahren nahmen die Mütter ihre Kinder mit den Garten von Maike Mittelstät“, erinnert sich Christine Hessel. Inzwischen sind die Kinder groß, die Verbindung der Frauen ist geblieben. Jedes Jahr schickt Maike Mittelstät eine kurze Einladung mit den drei Arbeits-Terminen herum. Anmeldungen gibt es nicht. „Wer Zeit hat, kommt.“

Die Bindepausen mit einer Tasse Kaffee und selbstgebackenem Kürbisbrot sind beim ersten Treffen am Montag kurz. Je mehr Kränze angeboten werden können, desto höher ist der Erlös. Maike Jöhnk zählt nach ein paar Stunden gemeinsamer Arbeit abends auf der Terrasse nach: 30 Stück – ein guter Start. Jeder Kranz bringt zehn bis 20 Euro.

Für den guten Zweck werden Sträucher und Hecken geplündert

Möglichst günstige Materialien werden verwendet. „Jede von uns bringt etwas aus dem Garten mit“, erzählt Eva Jöhnk. Sträucher, Hecken und Knicks werden für den guten Zweck geplündert. Viele der 20 bis 40 Zentimeter großen Unterlagen werden aus Weidenzweigen selbst hergestellt. „In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal Strohkränze dazu gekauft“, sagt Maike Jöhnk. Sie hat als einzige in der Runde eine Floristikausbildung.

Das Herstellen der Unikate „macht Spaß“, erzählt Gunda Rohwer. Motiv der Ehrenamtlerin, jedes Jahr die Gartenhandschuhe überzustreifen: „Wir haben Zeit und können etwas dafür tun, dass es Kindern in Kenia gut geht.“ Für sie bot das Kranzwinden eine besondere Herausforderung: Sie wurde erst nach ein paar Jahren von der Zweig-Vorschneiderin zur Winderin. „Ich musste Mut fassen.“

Herbstmarkt, Sonntag, 22. September. 11 bis 16 Uhr, Langwedel, Sportheim.

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