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Rendsburg Näher dran am Bürgerentscheid
Lokales Rendsburg Näher dran am Bürgerentscheid
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10:51 14.06.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Nortorf war Stadt der Schallplatte. Ein ehrenamtlich geführtes Museum erinnert daran. Quelle: bk
Nortorf

Der geplante Umbau des Kesselhauses zu einem Schallplattenmuseum ist in der Kleinstadt Nortorf ein hochemotionales Thema. Galt der Ort als Sitz des 1990 geschlossenen Teldec-Werkes doch als Stadt der Schallplatte. Das Unternehmen presste die Musik internationaler Künstler in Vinyl.

Museum im engen Wohnhaus

Mit einem in einem beengten Wohnhaus untergebrachten Schallplattenmuseum erinnert die Stadt an diese Geschichte. Die Sammlung soll aber in das ehemals zum Teldec-Gelände gehörende Kesselhaus umziehen, dort ist mehr Platz. Für den Umbau hat die Stadtvertreter eine Million Euro in den Haushalt dieses Jahres eingestellt.

Die Stadt könne mit einem 750.000-Euro-Zuschuss der Aktivregion rechnen und mit einem jährlichen Zuschussbedarf von 25000 Euro kalkulieren, sagt Bürgermeister Torben Ackermann (CDU).

"Nortorf kann sich Kesselhaus-Umbau nicht leisten"

Gegen den Umbau haben die Initiatoren eines sogenannten Bürgerbegehrens die am Freitag übergebenen 680 Unterschriften gesammelt. Einer ihrer Sprecher korrigierte damit eine früher genannte Zahl nach oben. Die Initiatoren bezweifeln Ackermanns Zahlen und gehen von wesentlich höheren Kosten aus. Nortorf könne sich das Projekt nicht leisten. 

Mit der Abgabe der Unterschriften kommt jetzt ein formales Verfahren in Gang. Das Amt Nortorfer Land prüft, ob die Unterschriften gültig sind. Der Kreis untersucht, ob der angestrebte Bürgerentscheid überhaupt zulässig ist.

Er habe dafür sechs Wochen Zeit, sagt Kai Volkmann, der Leiter der Kreis-Kommunalaufsicht. Sollte der Kreis die Abstimmung zulassen, müsse Nortorf die Bürger innerhalb von drei Monaten abstimmen lassen, notfalls sei auch eine sechsmonatige Frist möglich. Den Termin für die Abstimmung müsse die Stadtverordnetenversammlung zügig festlegen.

Der Nortorfer Stadtverordnete Michael Friedrich (SPD) zeigt sich entspannt: "Wir warten die Entscheidung der Kommunalaufsicht ab – und zwar ganz gelassen." Als einer der Organisatoren der Unterschriftensammlung übergab der Sozialdemokrat die Listen an diesem Freitag gemeinsam mit den Stadtverordneten Angelika Bretschneider (Grüne) und Manfred Kohn (SPD) dem Bürgermeister.

Erster Bürgerentscheid

Torben Ackermann, ein engagierter Anhänger des Kesselhaus-Umbaus nahm die Sache emotionslos. "Ich nehme das nicht persönlich. Es gibt das Recht auf ein Bürgerbegehren und einen Bürgerentscheid." Es wäre die erste Urabstimmung in Nortorf.

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