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Rendsburg Ex-Weltmeister waren unter den Startern
Lokales Rendsburg Ex-Weltmeister waren unter den Startern
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11:05 04.11.2019
Von Beate König
Kathleen (von links) und Bine traten gegen Jana und Kerstin an, ihre Freunde schauten begeistert zu. Quelle: Beate König
Nortorf/Brammer

Anfänger und Spielerprofis kämpften an den zehn Tischen beim Benefiz-Turnier der Kickersparte des SSV Brammer. In der Bargstedter Halle war jede Spielerklasse vertreten. Fünf der 110 Kilogramm schweren Tische stammten vom Kieler Männerturnverein (KMTV), fünf aus der Kickersparte des Sport- und Spielvereins Brammer (SSV).

„Der Organisator Ingo Frahm hat bei uns in der Firma geworben“, erzählte Spielerin Kerstin, wie sie vom Status Nicht-Spielerin zu Turnierstarterin wechselte. Ballkontakt über Kunststoffspielfiguren an Stahlrohren hatten vor dem Turnier weder sie noch ihre fünf Teamkolleginnen. „Es macht riesigen Spaß“, erzählte Kollegin Bine von den rund zehnminütigen Matches, bei denen auf sieben Punkte gespielt wurde. Die Begeisterung war den Einsteigerinnen anzusehen. Sie lächelten bei jedem guten Kick und jubelten bei jedem Treffer. „Jaaa!“

Vertreter aus der Oberliga überließen wenig dem Vorteil

Ganz anders war die Grundstimmung von Michael Strauss und Roland Töppe. Wortlos bereitete das Team die Griffe an jedem Tisch für den Wettkampf vor. Keine Bewegung überflüssig, der Ablauf fast ein Ritual. Die Gegner betrachteten die akkuraten Handgriffe der Zwei mit zunehmender Wehmut. Verrieten die mit routinierter Gelassenheit auf die Standardgriffe gewickelten Extra-Griffbänder doch unmissverständlich: Die Vertreter aus der Oberliga überließen auch beim Benefizturnier so wenig wie möglich dem Zufall.

"Der Gripp ist entscheidend", erläuterte Michael Strauss beim Überstreifen seines Markenzeichens, einem Handschuh aus weißen Nappaleder. Taktisches Zuspiel quer übers Feld, permanente Ballkontrolle, der finale Torschuss – alles hat beim Duo ein System. „Es muss so ausgefeilt sein, dass der Gegner es nicht lesen kann“, erklärte Michael Strauss. Einfach geht anders.

Man muss die Spieltechnik des Gegners antizipieren

Die Kunst des Spiels bestehe darin, aus jeder Position mehrere Abspielmöglichkeiten abrufen zu können. So sei man für den Gegner nicht vorhersehbar. Gleichzeitig müsse man die Spieltechnik des Gegners antizipieren – vorausahnen.

Dreimal wurde das Team Michael Strauss und Roland Töppe Weltmeister, zuletzt in Dallas. Dazu holten sie Titel bei Europa- und bei deutschen Meisterschaften. Michael Strauss spielt seit 29 Jahren. „Es ist immer spannend,“ sagt der in Kiel lebende Nestor des Tischfußballs. „Es geht immer um die Wurst.“ Treffen Spieler aus ähnlichen Klassen aufeinander, sei das für ihn faszinierend.

Hoher Organisationsaufwand

Michael Strauss hat vor zwei Jahren Turnierspiele aufgegeben. Während seiner aktiven Leistungssportzeit trainierte er an bis zu sechs Tagen in der Woche bis zu drei Stunden.

Für die Turnier-Planer hatte der Spieler nur Lob. „Wir haben früher in einem Jugendtreff Kickerturniere organisiert.“ Der Aufwand, um Tombola zu bestücken, Live-Band und Catering zu organisieren und ein stabiles Netz für die Turnier-Software aufzubauen, sei hoch. Mit letzterem hatte Ingo Frahm anfangs wenig Glück.

Kreative Team-Namen

Erst nach einer knappen Stunde Gefrickel mit der Software leuchteten die Turnier-Paarungen an der Wand. Für Fun-Spieler waren die kreative Namen der Teams schon der erste Höhepunkt des Abends: „Ganz harmlos“, „Bis einer weint!“, „The last and the curious“, „Stiftung Wadentest“, „Old Schmetterhand“ oder „FC Saufhampton“ traten gegeneinander an.

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