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Rendsburg Ferienkinder baden wie in der Karibik
Lokales Rendsburg Ferienkinder baden wie in der Karibik
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16:35 08.08.2018
Von Torsten Müller
Das ist das Größte in diesem Sommer: Täglich mindestens zweimal stürzen sich die Ferienkinder aus Kronshagen in die Fördefluten am Strand in Falckenstein. Quelle: Torsten Müller
Kronshagen

Um 8.30 Uhr startet der Bus am Rathaus und hält dann noch dreimal in Kronshagen. Die Fahrt bis zum Jugenddorf oberhalb des Falckensteiner Strandes wird den Kindern nicht lang. Unterwegs stimmen sie „Eine kleine Muschel“ und „Das rote Pferd“ an. „Und am Ende singen wir ein Hoch auf den Busfahrer“, sagt Kaya (9). Dort, wo die Hütten stehen, warten schon 220 andere Kinder der Kieler Awo. Die nutzt das Dorf fünf Wochen lang, die Kronshagener nur zwei. Der tägliche Strandtrip ist beliebt. „Wir waren schon im Januar ausgebucht“, sagt Betreuer Robert Schall. Im Ferienspaßprogramm ist es das Angebot deshalb gar nicht aufgelistet.

Schon beim Morgenkreis werden die Lachmuskeln strapaziert

Kurz nach 9 Uhr kommen alle Kinder zusammen: Der Morgenkreis beginnt. Heute sind die Kronshagener dran, ihn zu gestalten. Und schon wieder wird gesungen und so sehr gelacht, dass die Bauchmuskeln wehtun. Beim „Drachenei“ heben sie die Hände zum Klatschen und tanzen. Das Projektteam gibt die Angebote für den Nachmittag bekannt und warnt: „Bei dieser Hitze auf keinen Fall Käppi und Wasserflasche vergessen.“

Kohlrabi- und Karottensticks für zwischendurch

Im Schatten spricht Wolfgang Weskamp, Vorsitzender des Awo-Ortsvereins, mit Sammy. Der Neunjährige will heute nicht baden, sondern lieber im Dorf mit dem Kreisel spielen. „Einige Kinder sind froh, wenn sie mal ohne Aufsicht sein können“, beobachtet er und lässt ihn gewähren. Derweil macht sich die große Gruppe auf zum Strand. Robert Schall hat bereits frische Kohlrabi- und Karottensticks geschnitten – für zwischendurch, denn langes Wellenbaden macht hungrig.

Alle helfen dem Mädchen im Rollstuhl

Auch Mia gehört in diesem Jahr wieder dazu. Die Achtjährige ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Routiniert fährt die Kleine den holprigen Weg zum Strand hinab und parkt ihr Gefährt an der Wachstation ein. Robert Schall trägt sie über den Strand ins Wasser. „Im vergangenen Jahr brauchte sie eine 1:1-Betreuung, jetzt kümmern wir uns alle um sie“, sagt er. Im Wasser ist auch Rettungsschwimmerin Nina Grave dabei – im Notfall gibt es für alle Kinder schnell Hilfe.

Um Nachwuchs bei den Betreuern muss Awo sich nicht sorgen

Um Nachwuchs bei den Helfern muss sich die AWO Kronshagen keine Sorgen machen. „Wir wollen gern alle als Betreuerinnen wiederkommen“, sagt Emma (12) mit leuchtenden Augen und zeigt auf ihre Freundinnen, die alle nicken. Die meisten fahren seit Jahren im Sommer mit der AWO nach Falckenstein. Sie lieben das Miteinander und das gemeinsame Spiel. In diesem Jahr ist Bohnanza der Renner. „Ich habe hier immer gesehen, dass andere helfen – das wollte ich auch. Außerdem ist es hier so schön“, sagt Are. Mit 14 Jahren kann er erstmals als Jugendhelfer mit von der Partie sein.

Das Baden ist immer zu kurz

Doch für lange Gespräche ist das nicht der Moment. Das 25 Grad warme Wasser lockt. Am Ende nach 45 Minuten Wellenspaß wird Yamina wieder sagen: „Das war viel zu kurz – höchstens zehn Minuten.“

Hier finden Sie weitere Bilder von den Ferirenfahrten der Arbeiterwohlfahrt Kronshagen an den Falckensteiner Strand.

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