Kindertagesstätte in Mühbrook soll frei werdenden Mietwohnung nutzen
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Kindertagesstätte in Mühbrook soll frei werdenden Mietwohnung nutzen

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17:19 22.10.2020
Von Frank Scheer
Alexandra Fey ist für die nächsten anderthalb Jahre Kitaleiterin in Mühbrook. Die 31-Jährige kommt aus Plön. 
Alexandra Fey ist für die nächsten anderthalb Jahre Kitaleiterin in Mühbrook. Die 31-Jährige kommt aus Plön.  Quelle: Sven Tietgen
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Mühbrook

Die Ausgangslage: Es fehlen ein Sozialraum für die Mitarbeiter, Besprechungsraum und insgesamt auch Platz für die Belange der Kinder. „Zudem gibt es nach Plätzen für unter Dreijährige auch bei uns eine große Nachfrage“, so Bürgermeister Wulf Klüver. Daher hatte die Gemeindevertretung am 28. Mai eine neue Gruppe samt Anbau im Garten beschlossen. Kosten von 360 000 bis 380 000 Euro für ein eingeschossiges Gebäude standen im Raum. Zwei Etagen hätte bei 800 000 Euro gelegen. Das Architekturbüro Stoy aus Neumünster hatte dafür Vorschläge entwickelt.

Mietwohnung wird frei

Die Situation nach dem Grundsatzbeschluss hat sich grundlegend geändert. Die Mieter der 90 Quadratmeter-Wohnung im Erdgeschoss haben zum 30. November gekündigt, teilte der Ausschussvorsitzende Michael Junge-Bergner mit. Die soll nun nicht mehr vermietet, sondern Kindertagesstätte werden. „Die Kosten für eine Erweiterung haben einige von uns erschlagen“, so Junge-Bergner. Ein Arbeitskreis hatte vorletzte Woche die Situation vor Ort angeschaut. „Durch die Wohnung wäre die größte Not beseitigt“, fasste Andreas Schilling zusammen. 510 Euro kalt beträgt die Mieteinnahme monatlich, auf die die Gemeinde verzichten muss.

Wanddurchbruch ist geplant

Wie die neue Raumaufteilung sein wird, steht noch nicht fest. Ein Durchbruch zur Wohnung ist geplant. „Es ist eine Übergangslösung. Wir müssen uns ansehen, wie es funktioniert“, so Klüver. Über eine Verlegung des Außenbereichs in den Garten wird nachgedacht. Ein Nutzung des Dachgeschosses sei nicht möglich, weil die enge Treppe für eine Kindertagesstätte nicht zugelassen sei, führte er aus.

Waldgruppe bekommt neue Erzieherin

Danach hatte die neue Kita-Leiterin Alexandra Fey, die nach dem Wechsel von Silke Maschke nach Wattenbek die Stelle übernommen hat, gefragt. „Das Kita-Gesetz schreibt ab 2025 einen größeren Schlafbereich vor“, informierte sie weiter. Gemeindechef Klüver kündigte an, dass die Gemeinde voraussichtlich eine Lösung für die Personalnot gefunden habe. „Möglichst noch in diesem Jahr wird eine neue Kraft in der beliebten Waldgruppe anfangen.“

Neubau eines Gebäudes im Gespräch

Zudem machte in der Debatte eine Vision die Runde: Das Geld, das die Kommune durch den Verzicht auf den Anbau spare, könnte in den Neubau eines Hauses auf dem Areal investiert werden, gab Hauke Klüver weiter. Man sollte im Rahmen der Dorfentwicklung darüber nachdenken. Als Standort könne er sich den Bereich zwischen der Alten Schule und der Nachbarbebauung vorstellen. Man denkt über ein Gebäude mit eventuell zwei Wohnungen nach. Die könnten auch dem Kita-Personal angeboten werden. Vor diesem Modell warnte Albert Stange: „Vermieter zu sein, ist Glücksache.“ Da könnten Probleme entstehen.

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