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Rendsburg Xtuor erntet Bravos für zwei Septette
Lokales Rendsburg Xtuor erntet Bravos für zwei Septette
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20:05 04.11.2019
Von Beate König
Ishay Lantner (v. links), Atsuko Matsuzaki, Volker Bohnsack, Christoph Risch, Heiko Maschmann, John Doig und Alison Balls vom Ensemble Xtuor bezauberten in der Kirche Flemhude mit zwei Septetten von Ludwig van Beethoven und Franz Berwald. Quelle: Beate König
Flemhude

Beim Abschlusskonzert der Saison 2019 des Förderkreises Musik in der Kirche Flemhude passte alles. Spielfreude lag in der Luft. Leichtigkeit im Ton, Frische im Ansatz, ein klug durchdachter Aufbau von großer Linie und genau akzentuierten Kontrasten machten das Septett in B-Dur von Franz Berwald und das Septett in Es-Dur, Op. 20 von Ludwig van Beethoven in der Interpretation des Ensembles Xtuor zum Hörgenuss. „Das war Meisterklasse“, bedankte sich Organisatorin Iris Milberg-Schoeller bei den sieben Musikern des Philharmonischen Orchesters Kiel.

Xtuor spürt musikalischen Strukturen nach

Schon im Septett von Franz Berwald, das Beethovens Es-Dur-Septett vorangestellt war, zeigte sich, wie fein Xtuor musikalischen Strukturen nachspürt: Unter Solopartien breitete sich duftiges Klangnetz aus, sforzati wurden als Überraschungseffekte in der moderat gewählten Gesamtlautstärke wie kraftvolle Ausrufezeichen gesetzt.

Geige (John Doig) und Klarinette (Ishay Lanter) spielten sich wie einem gewitzten Dialog von Freunden, die um die beste Anekdote wetteifern, Melodienlinien und Einwürfe zu. Den letzten Satz, das Allegro con spirito, steigerten die Sieben zum Klanggewitter. Wie anrollender Donner und Sturmwind klangen spannungsgeladen Streicherlinien. Ruhig wie ein sonniger Moment inmitten der tosenden Naturgewalten entfaltete sich ein lyrisches schlichtes Motiv als Kontrast.

Musiker weckten Neugier des Zuhörers

Inspirierte Frische entströmte dem Es-Dur-Septett von Ludwig van Beethoven in der Interpretation des bestens aufgelegten Septetts. Wie guten Erzählern, wach und stets präsent, gelang den Musikern das Kunststück, beim Zuhörer Neugier auf jeden der sechs Sätze zu wecken.

Das Ensemble baute die komponierte Opposition von Streichern und Bläsern spritzig aus, ließ den Solo-Parts für Geige, Klarinette, Viola (Atsuko Matsuzaki), Cello (Volker Bohnsack), Kontrabass (Heiko Maschmann), Horn (Alison Balls) und Fagott (Christoph Risch) Freiraum für tonale Entfaltung und fand im Finale zu sinfonisch runden Volumen.

In Zukunft nur noch fünf Konzerte im Jahr

Der Förderkreis Musik schloss mit dem Xtuor-Konzert die Konzertreihe 2019 ab. „Im Dezember hat die Kirchengemeinde ein großes Musikprogramm“, erklärte der Vereinsvorsitzende Claus Alpers. 2020 will der Verein die Zahl von bislang zehn Konzerten im Jahr auf fünf reduzieren. „Wir hatten bislang bis auf August und Dezember jeden Monat ein Konzert.“ Ursache für die Programm-Halbierung seien zurückgegangene Besucherzahlen. „Das Neujahrskonzert war gut besucht.“ Danach zählte der Verein im Schnitt 55 Zuhörer pro Konzert. Für die hochklassigen Ensembles sei die Resonanz zu gering.

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