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Rendsburg Turm erhält Kupferdach für 550.000 Euro
Lokales Rendsburg Turm erhält Kupferdach für 550.000 Euro
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23:46 26.01.2020
Von Beate König
Kirchenvorsteher Hanns Lothar Kaempfe zeigt die St. Martin-Kirche: Für gut 550.000 Euro wird in diesem Jahr das Turmdach erneuert. Quelle: Beate König
Nortorf

"Die Dachsanierung des Kirchturms von St. Martin soll noch vor August fertig sein", kündigt Hanns Lothar Kaempfe, der Kirchenvorsteher der St.-Martin-Kirche, an. Dann nämlich feiert Nortorf 111 Jahre Stadtrechte. Die Kirchengemeinde kommt dabei ohne Kreditaufnahme aus. „Wir haben eine Rücklage, in die jedes Jahr 1,5 Prozent des Jahresneubauwertes der Gebäude eingestellt wird“, erklärt Kaempfe. 70 Prozent der förderfähigen Ausgaben von geschätzt 550.000 Euro übernimmt der Kirchenkreis. Zeitgleich mit der Turmdachsanierung wird die Kirche überdies an das Blockheizkraftwerk der Amtsverwaltung angeschlossen.

Löcher und Risse sind Anlass für die Sanierung

1973 war die Turmkappe mit Kupfer gedeckt worden. Auslöser für die vor drei Jahren begonnene Sanierungsplanung waren Löcher und Risse im Kupferblech des Turmdachs. Die Ursache hierfür sei die ständige Bewegung des Turms, so Kaempfe. Orkane würden Gemäuer und Dachstuhl in Schwingung versetzen: „Bis zu einen Meter schwankt die Turmspitze bei Sturm.“

Der erste Reparaturversuch scheiterte

"Die Holzbalken des Dachstuhls hatten sich im Lauf der Jahre verschoben", führt Hanns Lothar Kaempfe weiter aus. Das Kupferblech auf der Turmkappe dehnte sich dabei nicht mit, sondern brach. Zur Stabilisierung der Turmwände wurde ein massiver Innenring aus Holz in den 56 Meter hohen Kirchturm eingebaut. 2018 wurden die Risse zunächst gestopft und geklebt. Doch das Dach blieb undicht. Vor diesem Hintergrund entschied man sich für eine Komplett-Erneuerung. Die Arbeiten wurden zwei Mal ausgeschrieben. „Bei der ersten Angebotsrunde waren uns die Kosten zu hoch“, sagt Kaempfe.

Der Turm stammt aus dem 16. Jahrhundert

Hobbyhistoriker und Kirchenvorstandsmitglied Klaus Harp kennt die Baugeschichte des Turms: „Er wurde aus Backsteinziegeln von 1573 bis 1576 in seiner heutigen Höhe erbaut.“ Anfangs sei er mit Stroh gedeckt gewesen. 1607 erhielt er Schieferschindeln. 1885 bekamen die romanischen Fenster gotische Einfassungen, zur Sicherheit wurden erste Maueranker gesetzt. Der Nachteil des Materials Schiefer: Der Turm musste für Dachreparaturen mehrmals im Jahr eingerüstet werden. Rissen Stürme Schindeln vom Dach, schlugen diese wie Geschosse auf dem Marktplatz ein. „Das war lebensbedrohlich“, berichtet Karsten Harp. Die in den 1970er-Jahren aufgekommene Idee, den alten Turm abzutragen und stattdessen ein kleines Türmchen neben die Kirche zu setzen, stieß seinerzeit auf Widerstand. „Die Bevölkerung wollte den alten Turm als Wahrzeichen der Stadt erhalten.“

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