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Rendsburg Mit dem Motorrad nach Baku
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17:54 06.11.2019
Von Sorka Eixmann
Klaus-Georg Arp plant seine nächste Reise - mit dem Motorrad soll es nach Baku gehen. Quelle: Sorka Eixmann
Molfsee

Das Biker-Outfit sitzt wie angegossen: Affliction-Shirt, Cowboystiefel und Lederhose. "Davon habe ich eine ganze Menge, alle maßgeschneidert", erzählt Klaus-Georg Arp mit einem Schmunzeln. Und gesteht: "Mit der Motorradleidenschaft hat sich mein Bekleidungstil auch verändert." Denn früher - als Arp noch arbeiten musste - war er in der Außendienstleitung und Mitglied der Geschäftsführung in einem Pharmazieunternehmen und hat sich dementsprechend gekleidet.

Vater war gegen den Motorradführerschein

Apropos früher: "Eigentlich hätte ich als Jugendlicher schon einen Motorradführerschein machen wollen. Aber mein Vater war dagegegen." Dann kam das Studium, die Ehe, der Beruf, die Kinder - und irgendwie fehlte die Zeit. "Das war vielleicht auch gut so, denn heute fahre ich sicher umsichtiger als ich es als junger Mann getan hätte." Mit 56 Jahren war es dann soweit, die Zeit war gekommen - Arp machte seinen Führerschein für das Motorrad. "Ich habe sofort Fahrseminare gebucht, um besonders das Fahren in den Bergen und auf Langstrecken zu beherrschen." In Gruppen mit Freunden ging es dann los, die Ziele wurde nach und nach weiter.

Yamaha ist das Motorrad für die langen Touren

Zuhause ist der 69-Jährige mit einer Harley Rocker unterwegs - "bei jedem Wetter" - , seine Touren bestreitet er auf einer Yamaha XV 1600. "Viel mehr kann ich dazu nicht sagen, Technik ist nicht so meins", grinst Arp. Aber das Fahren an sich schon - das belegen die Fotos der vielen großen Touren, die der Molfseer bereits hinter sich hat. Das nächste Ziel steht auch schon fest: "Ich möchte über Istanbul nach Baku und dann über Griechenland und die Balkanstaaten zurück. Das sind ungefähr 20.000 Kilometer und knapp 18 Länder, die ich in zweieinhalb Monaten bereise."

Baku in Aserbaidschan am Kaspischen Meer ist das nächste Ziel

Baku ist die Hauptstadt und das wirtschaftliche Zentrum von Aserbaidschan und liegt am Kaspischen Meer. Sie ist berühmt für ihre mittelalterliche Altstadt, aber auch für die moderne Entwicklung: Neben dem königlichen Gebäudekomplex und dem steinernen Jungfrauenturm gibt es dort moderne Gebäude wie das von Zaha Hadid entworfene Heydar-Aliyev-Zentrum und die Flame Towers, drei spitz zulaufende, beleuchtete Wolkenkratzer. "Baku ist eine unglaubliche Stadt", weiß Arp, der sich immer über seine Ziele umfassend informiert.

Geplant wird Monate im voraus, die Infrastruktur ist genauso wichtig wie die Unterkünfte. "Ich muss das Wetter kennen und den Straßenzustand", so Arp. Auf der Tour nach Baku kommt ein Freund mit, meistens ist er jedoch allein unterwegs. "Ich fahre bis zu 14 Stunden durchgängig, das macht nicht jeder mit."

"Ich habe kein Smartphone" - dafür ist ein Notebook dabei

Sein ständiger Begleiter ist dabei sein Notebook - "Ich habe kein Smartphone" -, gute Laune ebenso. "Ich habe bisher auf meinen Touren nur freundliche Menschen erlebt. Es gab noch nie brenzlige Situationen", betont Klaus-Georg Arp. In Amerika war Ehefrau Regina häufiger dabei, doch inzwischen vermeidet sie das Mitfahren. "Meiner Frau gefällt es nicht mehr so sehr, hinten drauf zu sitzen. Aber wir treffen uns, sie wird beispielsweise nach Tessaloniki kommen", sagt der Molfseer.

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Lange und weite Touren in die gesamte Welt - das ist die Passion von Klaus-Georg Arp aus Molfsee. Der 69-Jährige will im Mai 2020 nach Baku.

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