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Rendsburg Thorsten Rabeler will Wald aufforsten
Lokales Rendsburg Thorsten Rabeler will Wald aufforsten
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19:28 18.09.2019
Von Florian Sötje
Kathrin und Thorsten Rabeler wollen in Schönwohld einen Mischwald aufforsten. Quelle: Florian Sötje
Schönwohld

30.000 Nordmanntannen stehen derzeit noch auf der knapp 5,5 Hektar großen Fläche in Schönwohld, 350 Meter von der Autobahnabfahrt Melsdorf entfernt und an der Rendsburger Landstraße gelegen. Wenn es nach Thorsten Rabelers Plan geht, sollen hier in ein paar Jahren Eichen, Buchen, Erlen oder auch Ulmen ihren Platz finden. "Meine Idee ist auf fünf bis sechs Jahre ausgelegt", sagt Rabeler.

Verkauf der Weihnachtsbäume soll in diesem Dezember starten

Um diese zu verwirklichen, verkauft der Melsdorfer ab diesem Winter die zwischen 2013 und 2015 gepflanzten Nordmanntannen als Weihnachtsbäume. Hauptsächlich an den beiden Dezember-Wochenenden vor dem Weihnachtsfest will der 46-Jährige seine Bäume anbieten. "Aber für einen Verkauf unter der Woche habe ich mir schon Sonderurlaub genommen", sagt Rabeler.

Etwa eine halbe Million Euro floss bisher in das Waldprojekt

Die Weihnachtsbaumkultur kaufte er im Dezember 2018 dem Vorbesitzer ab. Er stellte einen Investitionsplan auf, und bekam über die Gründung eines landwirtschaftlichen Betriebs finanzielle Unterstützung seitens der landwirtschaftlichen Rentenbank und der Sparkasse Südholstein. Mit dem Verkauf der Bäume will Rabeler die entstandenen Kosten decken. Bisher flossen für den Erwerb der Fläche und der Bäume sowie laufende Kosten, zum Beispiel die Bewirtschaftung und die Öffentlichkeitsarbeit, etwa eine halbe Million Euro in das Projekt.

Thorsten Rabeler hat Faible für Natur, Wald und Zahlen

Warum dieser Einsatz? „Ich habe einfach ein Faible für die Natur“, sagt Rabeler. Als örtlicher Jagdpächter bringe er ein ideelles Interesse an der Natur mit. Eine Affinität zum Wald besteht ebenfalls, schließlich ist der gebürtige Nordfriese in einem forstwirtschaftlichen Haushalt aufgewachsen. Und mit Zahlen kennt er sich auch aus: Hauptberuflich arbeitet der Melsdorfer als Revisor – keine schlechte Voraussetzung für ein solches Projekt.

Melsdorfer lässt sich von Experten beraten

Doch Rabeler stemmt nicht alles alleine. „Ich lasse mich natürlich von Experten beraten“, sagt er. So sitzen Landwirtschaftskammer und Untere Naturschutzbehörde mit im Boot. Für die Pflege der Fläche hat Rabeler eine 450-Euro-Kraft angestellt und mit der Entwicklung einer Internetseite eine Hamburger Firma beauftragt.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels will Rabeler ein eigenes Projekt umsetzen

Neben dem Wald möchte er auf der Fläche aber auch mit offenen Stellen, Steilhängen und Gewässern „viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten ansprechen“, sagt Rabeler. „Hauptsächlich soll aber Wald entstehen. Es geht mir darum, in Anbetracht des Aufschreis um den Klimawandel ein eigenes Projekt in die Tat umzusetzen. Und mit dem Kauf von regionalen, nicht mit Herbiziden behandelten Weihnachtsbäumen können die Leute vor den Toren Kiels dieses Umweltprojekt unterstützen“, fasst Rabeler seine Vision zusammen.

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