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Rendsburg Konzertreihe fehlen die Zuschauer
Lokales Rendsburg Konzertreihe fehlen die Zuschauer
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09:02 01.02.2020
Von Beate König
Ansteckende Singenergie brachte das Ensemble Art de Chor bei seinem A-cappella-Konzert in die Kirche Flemhude. Quelle: Beate König
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Quarnbek

Der Verein war 2014 auf der Basis einer Erweiterung des 1998 gegründeten Förderkreises Kirchenchor Flemhude entstanden. Seit 2015 zählt auch ein Konzert des Schleswig-Holstein Musikfestivals (SHMF) zu der Konzertreihe. Durch eine Kooperation mit dem Verein der Musikfreunde und dem Philharmonischen Orchester Kiel konnte der Förderkreis Profi-Ensembles als Garanten für qualitativ hochwertige Programme gewinnen. Einen Hauptgrund für die Reduzierung des Konzertangebots stellen die zuletzt sinkenden Besucherzahlen dar.

Eintrittsgelder schrecken Besucher ab

Der Auslöser hierfür könnte eine Neuerung von 2019 gewesen sein. „Wir haben erstmals Eintrittspreise genommen“, berichtet Claus Alpers aus dem Vorstand. Der Ticketverkauf habe zwar die gleichen Einnahmen erzielt wie vorher die freiwilligen Spenden nach den Konzerten „Aber es kamen nur noch die Hälfte der Besucher. Das machte keinen Spaß", sagt Alpers. In diesem Jahr kehrt der Förderkreis zum freien Eintritt zurück und appelliert zugleich an die Spendenbereitschaft der Konzertbesucher.

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Auch die Bus- und Bahnverbindung ist nicht günstig

Die schlechte Bus- und Bahnverbindung am Sonntagnachmittag nach Kiel sieht Claus Alpers als weiteren Grund für das Wegbleiben des Publikums. Die Finanzierung der Gagen kann der Verein aktuell nur noch schwer stemmen: „1500 Euro für fünf Profi-Musiker aus dem Philharmonischen Orchester – das ist viel“, urteilt der Musikfreund offen.

Der Saisonauftakt lässt hoffen

Der diesjährige Saisonauftakt weckt allerdings Hoffnungen: Das A-capella-Ensemble „Art de Chor“ lockte mit einem spritzigen Programm 90 Besucher in die Kirche, die über insgesamt 250 Plätze verfügt. Eine Spezialität der Sänger: Silbenakrobatik im Akkord. In rasantem Tempo genommen, noch schneller als 2017, wurde die Ouvertüre der Oper „Wilhelm Tell“ zum virtuosen Kabinettstück, bei dem auch noch Zeit für eine Galopp-Choreografie blieb. Bei der Rap-Version von „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ zeigte das Ensemble Artikulationsfreude im Formel-Eins-Format. Einen Kontrast zu solchen Songs mit Slapstick-Choreografien bot das in Breitwand-Dramatik entwickelte „Music was my first love“. In umgedichteten Hit „Er gehört zu mir“ in „Kiel gehört zu mir“ machte Chorleiter Heiko Bilitewski die Zuhörer zu Chormitgliedern, die den Schlachtruf „Uuung! Zack! Moin!“ aus voller Kehle mitsangen.

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