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Rendsburg Kräutergarten braucht Helfer
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16:12 19.08.2019
Von Sven Tietgen
Barbara Warnecke (links) und Heidemarie Andreas wünschen sich mehr Mitstreiter für die Pflege und Gestaltung des idyllischen Kräutergartens. Quelle: Sven Tietgen
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Bordesholm

Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat um 15 Uhr trifft sich der Arbeitskreis Kräutergarten an der idyllisch gelegenen Anlage. Für die traumhafte Aussicht hinunter zum Bordesholmer See haben die Kräutergartenfrauen aus der Frauenvereinigung Bordesholm keinen Blick. Die organisierten Gartenbetreuerinnen inspizieren zunächst das 150 Quadratmeter messende Areal an der Rückwand des Klosterstifts. Wie viele verschiedene Pflanzen die nach Themen angeordneten Beete insgesamt enthalten, haben die Frauen um Heidemarie Andreas noch nicht gezählt.

Jüngere Hände für Beetpflege in Bordesholm gesucht

„Das müssen Dutzende von Sorten sein“, erzählt Heidemarie Andreas, Ehrenvorsitzende der 1978 gegründeten Frauenvereinigung mit derzeit rund 200 Mitgliedern. Die Pflege des Kräutergartens, der im Jahr 2005 in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Bordesholmer Land angelegt wurde, erfordert regelmäßige Aktivitäten. Aktuell gilt es, die Einfriedungen des Buchsbaums zu schneiden, unerwünschte Kräuter aus den Beeten zu zupfen oder verblühte Blütenstände zurückzuschneiden.

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Unterstützt wird der Arbeitskreis Kräutergarten vom Technischen Betriebshof der Gemeinde, der große Kunststoffgebinde für Grünschnitt zur Verfügung stellt. Anstrengend bleibt die Pflege trotzdem. „Wir sind alle jenseits der 70, ein paar jüngere Hände wären schön“, sagt Heidemarie Andreas (76).

Viele Besucher im Kräutergarten

Die Arbeit in dem Kräutergarten, angelegt vor 14 Jahren nach historischem Vorbild als sogenannter Medizinalgarten mit Unterstützung der Apothekerin Christine Arndt, hat aber auch seine schönen Seiten. Aktuell zeigt der Buchweizen seine weißen Blüten, regelrechte Horste bilden die lila Blüten des Wasserdosts. „Die locken viele Schmetterlinge und Insekten an“, freut sich Heidemarie Andreas.

Gelb blüht eine niedrig wachsende Mohnsorte, intensiv violett reckt der falsche Sonnenhut seine Blüten in den Himmel. Ab und an passiert es, dass Besucher Blüten einfach abschneiden oder seltene Pflanzen komplett ausbuddeln. „Das finden wir natürlich gar nicht schön, der Kräutergarten ist für alle da. Es gibt viele Besucher, die sich an der Pflanzenvielfalt erfreuen“, sagt die Arbeitskreisleiterin.

Unterstützung wünschen sich die Kräutergartenfrauen auch für die Organisation von Touren. Als nächstes Ziel peilt die Frauenvereinigung einen Besuch des Loki-Schmidt-Gartens in Hamburg an. Am wichtigsten ist aber die Pflege des Gartens. Dafür steuern die Frauen auch Pflanzen aus ihren eigenen Gärten bei. Nachschub für eingegangene oder ausgebuddelte Pflanzen wird zudem aus Botanischen Gärten besorgt. Neu sind beispielsweise der Andorn und das Adonisröschen. „Am schönsten ist es hier im Juni, dann blüht hier richtig viel“, strahlt Heidemarie Andreas.

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