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Rendsburg "Reichsbürger" im Visier
Lokales Rendsburg "Reichsbürger" im Visier
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17:33 26.06.2017
Von Hans-Jürgen Jensen
Mit Fantasieschreiben überziehen sogenannte Reichsbürger die Kreisverwaltung. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Bei fünf mutmaßlichen "Reichsbürgern" machte die Kreisverwaltung bisher Waffen aus. Vier von ihnen hätten "glaubhaft widerlegt", dass sie der Gruppe angehören. Der Fünfte habe Ende letzten Jahres eine Neun-Millimeter-Pistole und einen Kleinkaliber-Revolver am Ende freiwillig abgegeben aber erklärt, er gehöre der Gruppe nicht an.

Im Fokus nach tödlichen Schüssen

In den Fokus kam die Gruppe, nachdem ein "Reichsbürger" im Oktober in Bayern bei einer Schießerei einen Polizeibeamten tödlich getroffen hatte. Aufgeschreckt von den Schüssen in Bayern hat Landrat Schwemer eine "Dienstanweisung für den Umgang mit Reichsbürgern" für seine Beamten und Angestellten verfasst. Kernaussage: "Reichsbürger" sollen auf Waffenbesitz überprüft und an die Landespolizei weitergemeldet werden.

"Unter besonderer Beobachtung"

Reichsbürger“ leben in einer Parallelwelt, erkennen die Bundesrepublik und ihre Gesetze nicht an, sehen sich als Staatsangehörige im „Freistaat Preußen“, hängen rechtsextremen Ideen an. In Schleswig-Holstein stehen sie laut Innenminister Stefan Studt unter besonderer Beobachtung.

Endlose Diskussionen, ausufernder Schriftverkehr

"Reichsbürger" halten die Behörden in Trab. So sieht ein bekennender "Reichsbürger" in einem Anschreiben den Kreis Rendsburg-Eckernförde als "private Firma", Landrat Rolf-Oliver Schwemer sei dessen "hauptverantwortlicher Geschäftsführer" in einem Land „außerhalb von Europa Neu-Schwabenland/Antarktis“. Sie versuchen, Verwaltungsbeamte in endlose Diskussionen und ausufernden Schriftverkehr zu verwickeln, sagt der Beamte Jörn Petersen.

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