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Rendsburg Kreuzottern müssen umziehen
Lokales Rendsburg Kreuzottern müssen umziehen
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16:51 14.04.2009
Neuwittenbek

“ Gestern machten sich die Kreuzottern jedoch rar, obwohl sie sich in Warleberg gern sonnen. „Wir haben hier das größte Vorkommen entlang des Kanals“, berichtet der Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in Kiel. Lindner gehört zur Planungsgruppe für den Kanalausbau und kümmert sich um die Umsiedlung von Kreuzottern in Terrarien, weil bei dem Großprojekt der Umweltschutz berücksichtigt werden muss. Angst vor Schlangen? „Kommt darauf an“, sagt Lindner schmunzelnd, „hinterm Nachttisch möchte ich sie nicht haben.“ In der Natur habe er Respekt, immerhin seien Kreuzottern giftig und bergen zumindest für Kinder und Allergiker Gefahren.

Bei einer Kartierung seien am Nordufer gut 60 dieser Schlangen gezählt worden, berichtet der 40-Jährige, von denen etwa 40 umsiedeln müssten. Und sie müssen umziehen, bevor die Bagger 2010 in Warleberg damit beginnen, die Kanalböschungen abzunagen. Hintergrund: Der östliche Abschnitt des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Königsförde und Kiel wird verbreitert, damit dort mehr Schiffe Platz haben. An manchen Stellen verlagert sich die Böschungskante nur um ein bis zwei Meter ins Landesinnere, aber in Warleberg sind es rund 40 Meter.

Damit die Kreuzottern ihren Lebensraum rechtzeitig verlassen können, befasst sich Lindner momentan mit den Ausschreibungen für den Bau von Terrarien. „Wir hoffen, dass wir im dritten Quartal dieses Jahres mit der Herstellung fertig werden“, erklärt der Bauingenieur.

Ein 1,2 Hektar großes Terrarium soll auf einer Ackerfläche vom Gut Warleberg aufgebaut werden. Es besteht aus einem etwa 40 Zentimeter hohen Zaun aus Beton, Stahl oder Kunststoff, durch den Tiere zwar hinein-, aber nicht mehr hinauskommen. So werden die Kreuzottern mit Mäusen, Fröschen und Eidechsen gefüttert. Wenn nicht genug Nahrung in die drei Terrarien spaziert (in Sehestedt werden zudem zwei aufgestellt), „müssen wir zufüttern“, erklärt Lindner. Die Kreuzottern werden von Biologen in den Böschungen eingesammelt und in die Terrarien gesetzt. Damit sich die Schlangen in ihren Behausungen wohlfühlen, sollen diese mit Baumstubben und Steinhaufen ausgestattet werden. Lindner rechnet damit, dass die Terrarien etwa 15 Jahre benötigt werden. Der Kanalausbau soll im Jahr 2014 abgeschlossen sein und danach müsse sich die Natur erst regenerieren, bevor die Kreuzottern wieder in die Böschungen zurückkehren können.

bud

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