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Rendsburg Betreuungsgebühren werden nicht erhöht
Lokales Rendsburg Betreuungsgebühren werden nicht erhöht
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17:21 08.02.2019
Von Sven Janssen
Nele (1, von links), Steffi Dörselen, Lotta (1) und Ben (1) können sich freuen, die rund 20 Prozent Gebührenerhöhung für das Pädiko Kindernest ist vom Tisch. Quelle: Sven Janssen
Kronshagen

Die Gebühren sollten aufgrund einer Neukalkulation um bis zu 20 Prozent erhöht werden. Einzig die CDU stimmte geschlossen dafür. Im vergangenen September hatte der Ausschuss die Verwaltung beauftragt, eine Neuberechnung der Gebühren vorzunehmen, die letztmalig im Jahr 2016 erhöht worden waren. Dabei wurde zugrunde gelegt, dass die Eltern mit 30 Prozent an den Kosten beteiligt werden. Vor allem gestiegene Personalkosten trugen zu den kalkulierten Erhöhungen bei.

Im Kitabereich müsste beispielsweise der Preis für einen Ganztagsplatz bei den Elementarkindern von monatlich 208 Euro auf 228 Euro steigen, die Ganztagsbetreuung der Kindernester müsste statt derzeit 292 Euro künftig 348 Euro kosten, und in der Betreuten Grundschule müsste der Satz für die Ganztagsbetreuung von 84,50 Euro auf 96 Euro steigen, um die Kostenbeteiligung der Eltern auf 30 Prozent zu halten.

Die Berechnung der Kosten sei schlüssig

Die Berechnung der Kosten sei schlüssig und die 30-prozentige Beteiligung der Eltern gewollt, resümierte Andrea Linfoot (CDU). „Wir werden der Änderung zustimmen.“ Anders die SPD. Johannes Reimann kündigte an, dass seine Partei dagegen stimme.

Unverständlich sei ihm, dass die CDU auf Landesebene eine Reduzierung der Kosten und eine Deckelung des Elternbeitrages zum 1. August 2020 wolle und gleichzeitig die CDU in Kronshagen die Gebühren um 20 Prozent erhöhen wolle. „Wir wollen die Eltern weder verprellen noch drangsalieren und sehen die Landesregierung im Wort“, sagte Reimann. Für ein Jahr wolle er keine Sau durchs Dorf treiben. „Wir hoffen auch auf eine Entlastung der Eltern, aber noch gebe es das Gute-Kita-Gesetz nicht“, sagte Thomas Kahle (CDU).

Man müsse sich jetzt an der Ist-Situation orientieren, Erhöhungen seien nie populär. „Im Vergleich zu Hamburg nehmen wir sehr wenig Gebühren und haben hier paradiesische Zustände.“ Selbst wenn die Deckelung komme, bedeute das nicht, dass die Beiträge in Kronshagen nicht steigen könnten. Da Kronshagen in den Kosten sehr günstig sei, sei es denkbar, dass man unter dem Deckelungsbetrag liege.

 Bei den Grünen war man gespalten

„Die drastische Änderung ist zu hoch“, sagte Iris Blumtritt (UKW). Bei den Grünen war man gespalten. Während Christel Pehrs Beitragserhöhungen vermeiden wollte, sagte Ulrike Khuen-Rauter: „Wir müssen erhöhen, weil die 30 Prozent Elternbeteiligung Pflicht ist und wir sonst keine Fördermittel mehr bekommen.“ Dem widersprach Ausschussvorsitzender Georg Lentsch (SPD): „Die Höhe der Elternbeteiligung ist eine reine Empfehlung und hat keinerlei Auswirkungen“.

Mit einer Mehrheit von sechs Stimmen wurde der Antrag abgelehnt. Neben SPD und UKW stimmte auch Pehrs gegen die Beitragserhöhung. Die vier CDU-Mitglieder stimmten zusammen mit Khuen-Rauter für die Anhebung der Beitragssätze.

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