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Rendsburg Späte Glücksgefühle nach Verlusten
Lokales Rendsburg Späte Glücksgefühle nach Verlusten
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13:00 01.05.2019
Von Jördis Merle Früchtenicht
Unbemerkt rutscht die Uhr vom Handgelenk. Mit etwas Glück sammelt ein ehrlicher Finder sie ein und bringt sie ins nächste Fundbüro. Kann der Besitzer nicht durch Kaufbeleg oder Fotos nachweisen, dass es sich bei einem verlorenen Gegenstand um sein Eigentum handelt, gilt es, den Gegenstand möglichst genau zu beschreiben. Quelle: Jördis Früchtenicht
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Kronshagen/Flintbek/Achterwehr

Während in den Auflistungen aus Kronshagen und Achterwehr eine grobe Beschreibung der gefundenen Gegenstände sowie der Tag der Abgabe aufgeführt werden, zeigt die Liste auf der Flintbeker Webseite zusätzlich den Fundort an.

Besonderheiten müssen die Besitzer beschreiben können

„Wir geben nicht alle Details zu den Gegenständen bekannt. Auffälligkeiten müssen die möglichen Besitzer so beschreiben, dass ihnen die Sache zugeordnet werden kann“, sagt Christian Jöhnk, Leiter des Ordnungsamtes von Achterwehr. Nicht immer besitzt man noch einen Kaufbeleg, etwa für verlorenen Schmuck. „Manche haben Fotos, die für die Versicherung gemacht wurden.“ Auch so ließe sich der Besitzer klären.

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Wenn möglich, wird der Eigentümer kontaktiert

Sofern es Hinweise auf den Eigentümer gibt, versuchen die Mitarbeiter in den Fundbüros, diesen zu kontaktieren. „Wenn in Portmonees noch Papiere sind, finden wir die Besitzer“, sagt Sonja Wingsch vom Flintbeker Fundbüro.

Im Internet können nicht nur Fundsachen in Flintbek nachgeschaut werden, über die Website der Gemeinde können auch Verluste gemeldet werden. „Anrufe sind dennoch besser, da wir wissen, wonach wir fragen müssen, um die Sachen zuordnen zu können“, so Wingsch.

Gefundene Tiere werden ebenfalls gemeldet

Zu den Funden, die den Gemeinden gemeldet werden, zählen auch Tiere. Diese werden allerdings in Tierheimen untergebracht. „Wir haben einen Vertrag mit dem Tierheim Uhlenkrog. Die holen die Tiere auch direkt bei den Findern ab“, erzählt Sandra Schulz, Ordnungsamtsmitarbeiterin in Kronshagen. Fundsachen lagern in Kronshagen ansonsten im Keller. „Ausnahmen sind Schlüssel und Schmuck, die liegen im Panzerschrank.“

Im Fundbüro werde vor allem nach Schlüsseln gefragt, berichtet Schulz. „Auch nach Kuscheltieren wird sich erkundigt, die kann man schließlich nicht ersetzen.“ Nur die wenigsten der rund 100 Fundstücke im Jahr ließen sich in Kronshagen allerdings einem Besitzer zuordnen.

Sind die Fundsachen nach sechs Monaten noch nicht vom Besitzer abgeholt, darf der Finder sie behalten. Lehnt er dies ab, werden die Gegenstände versteigert oder vernichtet.

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Im Keller der Gemeinde Kronshagen werden die Fundsachen gelagert. Momentan ist der Raum relativ leer, die letzte Fundsachenversteigerung liegt erst einige Wochen zurück.
Hans-Jürgen Jensen 01.05.2019
30.04.2019
Frank Scheer 30.04.2019
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