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Rendsburg Kronshagener Schüler erfolgreich
Lokales Rendsburg Kronshagener Schüler erfolgreich
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15:00 31.05.2019
Von Florian Sötje
Theo (16) hat auf seinem Street-Art-Werk mehrere Botschaften zum Klimawandel untergebracht. Quelle: Florian Sötje
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Kronshagen

Der Kreativwettbewerb fand in diesem Jahr in der 66. Auflage statt. Die schleswig-holsteinischen Preisträger auf Landesebene trafen sich nun im Gymnasium Kronshagen zur Preisverleihung und gemeinsamen Ausstellung der Werke. Bücher, Filme oder Spiele gab es als Sachpreise. Viel wichtiger war jedoch die inhaltliche Auseinandersetzung und spätere Umsetzung mit dem Aspekt Europa.

Das Thema Europa kann auch über die Kunst erschlossen werden

"Kunst ist ein weiterer Kanal, um sich mit Europa auseinanderzusetzen", sagte Thorsten Hiebner, Kunstlehrer am Gymnasium Kronshagen, der mit sieben Klassen am Wettbewerb teilnahm. Er versuche immer zu erreichen, dass Schüler Dinge kritisch betrachten und in Frage stellen. "Dann werden sie mündig und man kann diskutieren", sagt Hiebner.

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Bilder malen, Spiele entwickeln, Street Art entwerfen - die Schüler durften kreativ sein

Für die verschiedenen Klassenstufen gab es unterschiedliche Themen, zu denen die Schüler dann gemalte Bilder, selbst entwickelte Spiele oder ein Graffiti entwerfen konnten. Theo (16) hat sich der Street Art gewidmet und auf seinem Graffiti verschiedene Botschaften untergebracht. "Stop eating cows" ist eine davon und spielt ebenso wie der verschnörkelte Schriftzug "Trump" auf den Klimawandel an. "Die USA sind ja aus dem Pariser Klimavertrag ausgestiegen", sagt Theo.

Für Inga (17) war Graffiti ebenfalls das Mittel der Wahl. Anders als Theo bastelte sie zunächst Schablonen und nahm dann die Sprühflasche zur Hand. Bei ihrer Arbeit geht es um die Forderung nach Frieden auf dem Kontinent. Den Ausgang der Europawahl sieht die 17-Jährige positiv: "Ich bin glücklich über die hohe Wahlbeteiligung, auch der jüngeren Menschen", sagt Inga, die selbst gern gewählt hätte, aber erst in zwei Monaten 18 Jahre alt wird.

Die Schüler verfolgten auch den Ausgang der Europawahl interessiert

Ansgar (13) ist vom Wahlalter noch ein gutes Stück weiter entfernt, hat sich aber auch für die Europawahl interessiert. "Die Grünen versprechen ja, viel für die Umwelt zu tun. Das wäre gut für Europa", sagt der 13-Jährige. Er möchte mit seinem Bild auf das Problem der Müllproduktion hinweisen. Bei seinem europäischen Sternenkreis bröckelt ein Stern heraus. "England tritt aus der EU aus, Italien wäre vor drei Jahren fast ausgetreten. Ich wollte verdeutlichen, dass man Probleme nur gemeinsam lösen kann. Dafür braucht man alle", sagt Ansgar.

Ingrid und Lilith (beide 10) aus Altenholz haben sich besondere Mühe gemacht und ein Spiel namens "Reise durch Europa" entworfen. Spielbrett, Spielfiguren, Karten mit Fragen und jeweils drei Antwortmöglichkeiten zu europäischen Staaten haben sie selbst gebastelt und recherchiert. "Die Antworten haben wir uns aus dem Internet herausgesucht", sagt Lilith.

Im nächsten Jahr geht es darum, was Europa verbindet

Kunstlehrer Thorsten Hiebner, der selbst von sich sagt, ein "begeisterter" Europäer zu sein, freut sich schon auf die Teilnahme am kommenden Wettbewerb. Dann sollen sich die Schüler überlegen, was Europa verbindet.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Auswärtigen Amt und der Kultusminister Konferenz gefördert. Unterstützung gibt es zudem vom Verein Europa Union Deutschland.

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Schüler näherten sich bei dem Kunstprojekt dem Thema Europa an.
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