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Rendsburg Streit um neues Feuerwehrauto
Lokales Rendsburg Streit um neues Feuerwehrauto
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18:17 02.04.2019
Von Sven Janssen
Der Fuhrpark der Feuerwehr Kronshagen wird um einen gebrauchten Pkw erweitert, der auch als Kommandowagen Einsätze begleiten kann. Quelle: Sven Janssen
Kronshagen

Nachdem sich schon am 5. März der Hauptausschuss mit der Spende und der Beschaffung des von der Feuerwehr vorgeschlagenen Skoda Oktavia befasst hatte, musste nun auch der Ausschuss für Bauwesen und Wirtschaft als Fachausschuss entscheiden. Feuerwehrchef Christian Esselbach erklärte, wie auch schon im Hauptausschuss, dass das Fahrzeug vor allem für Lehrgangsfahrten gebraucht würde. Über 100 hätten die Kameraden alleine im vergangenen Jahr besucht und diese Fahrten teilweise mit dem Privatwagen bestritten.

"Nach den Lehrgängen müssen die kontaminierten Schutzanzüge in den Kofferraum des Privatautos in dem am nächsten Tag wieder die Einkäufe der Familie transportiert werden", erklärte Esselbach. Das sei nicht zumutbar. Aus diesem Grund sei auch der Carsharing-Dienst Stattauto keine Lösung. Die feuerwehrtechnische Ausstattung sei sinnvoll, da das Fahrzeug so auch bei Einsätzen genutzt werden könne, machte Esselbach deutlich.

Körner: "Gehen sie nicht mit der Feuerwehr aufs Spielfeld"

Während Holger Tewes (CDU) die Argumentation für "plausibel" hielt und Christian Willert (UKW) von einer "guten Möglichkeit" sprach, übte Johannes Reimann (SPD) Kritik. "Der ganze Vorgang ist für uns intransparent", sagte er. Er wollte wissen, ob den Spendern bewusst war, dass die Gemeinde zuzahlen müsse und äußerte Zweifel an der Angemessenheit des Preises. Eine Preisrecherche der SPD habe ergeben, dass ein vergleichbares Fahrzeug ohne Feuerwehrausstattung nur die Hälfte koste.

"Die Feuerwehr ist kein Spielball von Auseinandersetzungen zwischen Politik und Verwaltung", sagte Sönke Körner, stellvertretender Wehrchef. Er warnte: "Gehen sie nicht mit der Feuerwehr aufs Spielfeld." Und stellte klar: "Stimmen sie dafür oder dagegen, wir machen unseren Job trotzdem gerne."

"So sei das nicht gemeint gewesen", sagte Reimann. Als einziges Ausschussmitglied enthielt er sich bei der Abstimmung. Der Rest der SPD stimmte mit allen anderen Ausschussmitgliedern für die Anschaffung des Fahrzeugs. "Ich habe mich wegen meiner Äußerungen schon bei der Feuerwehr entschuldigt", sagte Reimann nach der Sitzung.

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