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Rendsburg Kronshagen besucht Uganda im November
Lokales Rendsburg Kronshagen besucht Uganda im November
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16:17 17.09.2015
Von Torsten Müller
Andrea Linfoot (Foto, CDU), stellvertretende Bürgermeisterin, wird in November zusammen mit Eicke Paysen (SPD), stellvertretende Bürgervorsteherin, die möglichen Partner in Uganda besuchen. Quelle: Torsten Müller
Kronshagen

Vor nunmehr zwei Jahren sorgte ein Brief für Überraschung im Kronshagener Rathaus. Darin äußerte Jackson Kamugasha, Bürgermeister der Gemeinde in dem ostafrikanischen Land, den Wunsch nach einer kommunalen Partnerschaft. Kronshagen wählte er nicht von Ungefähr aus. In Bushenyi/Ishaka liegt das Entwicklungshilfezentrum Rukararwe, das vor 30 Jahren auch mit Unterstützung aus Kronshagen aus der Taufe gehoben wurde. Seitdem entwickelten sich über Kirche, Kindergärten und Schulen vielfältige Beziehungen.

 Nach langen Diskussionen hatte die Gemeindevertretung vor einem Jahr die Marschrichtung vorgegeben: Eine kleine Delegation solle zunächst bei einem Informationsbesuch, der insgesamt nicht mehr als 4000 Euro kosten dürfe, die Menschen und Institutionen in Bushenyi/Ishaka kennenlernen sowie mögliche Bezugspunkte ausloten. Die UKW-Fraktion lehnt eine kommunale Partnerschaft ab und befürwortet stattdessen eine auf Vereinsebene.

 Die Reisekandidaten standen bisher nicht gerade Schlange, zumal auch Bürgermeister Uwe Meister und Bürgervorsteher Bernd Carstensen (CDU) für die Sondierung nicht auf Tour geschickt werden sollten. Der Ausschuss entschied sich für die zweite Garde: Andrea Linfoot (CDU), stellvertretende Bürgermeisterin, und Eicke Paysen (SPD), stellvertretende Bürgervorsteherin. Von der Verwaltung soll Torben Dirks mit von der Partie sein. Um die Reise nicht komplett selbst organisieren zu müssen, wird sich das Trio am 18. November der Kronshagener Öko-Travelgruppe anschließen, aber nicht die ganze Uganda-Reise mitmachen. „Dadurch wird die Anfahrt von der Hauptstadt Kampala billiger, einfacher und sicherer“, sagte Ausschussvorsitzende Ulrike Khuen-Rauter (Grüne), die das Land 2014 bereist hatte.

 Renate Graetsch (UKW) war mit der Entscheidung unzufrieden: „Wir brauchen junge Leute, die die Partnerschaft leben.“ Zudem gebe es nach ihrer Einschätzung in Kronshagen zu wenig Resonanz, „dass wir das machen sollen“. Thomas Kahle (CDU) räumte ein: „Wo das Ganze endet, ist offen.“ Er persönlich glaube nicht, dass am Ende eine kommunale Partnerschaft stehe, dennoch halte er den Kontakt für sinnvoll: „Ich bin nicht der Meinung, dass wir die Probleme der Welt allein in Deutschland lösen.“ Es sei gut, in Ländern, in denen Kronshagen eine Basis habe, die Verhältnissekennenzulernen, um zu sehen, „wo wir helfen und was wir lernen können“.

 Gudrun Rempe (Grüne) sah die partnerschaftliche Zukunft optimistisch: „Die Jugendlichen werden schon kommen. Da laufen wir offene Türen ein.“ Sie fand es allerdings „ein bisschen daneben“, dass Kronshagen zu einer 30000-Einwohner-Gemeinde zunächst nicht mit Bürgermeister und Bürgervorsteher reise.

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