Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Endlich werden Ampeln installiert
Lokales Rendsburg Endlich werden Ampeln installiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:17 24.09.2019
Von Frank Scheer
Ampelanlagen werden bis Ende 2019 den Verkehr auf der Landesstraße 49 am sogenannten „Reesdorfer Kreuz“ in Wattenbek und an der Moorwegkreuzung in Bordesholm regeln. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr kündigte an, dass die Installation ab 2. Oktober beginnen wird. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm/Wattenbek

"Die Ausschreibung ist beendet und im Laufe dieser Woche wird der Auftrag vergeben, sodass am 2. Oktober die Baueinweisung stattfinden kann", teilte Catrin Bornholdt von der Pressestelle des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr (LBV) in Kiel mit. Die Fertigstellung sei 2019 geplant, ein genaues Datum nannte die LBV-Sprecherin nicht. Die Gesamtkosten für beide Ampelanlagen bezifferte sie auf 250.000 Euro.

An der Lichtzeichenanlage am Moorweg muss sich die Gemeinde Bordesholm beteiligen, da auch Gemeindestraßen betroffen sind. Ordnungsamtsleiter Sven Ingwersen betonte, dass die Kommune Bordesholm laut einer Vereinbarung mit der Landesbehörde sich mit 26,7 Prozent an den Kosten für die dortige Ampelanlage beteiligt. „Rund 45 000 Euro werden dafür im Haushalt 2020 bereitgestellt.“

Seit über zehn Jahren läuft die Debatte in Bordesholm

Bordesholm hatte sich dafür eingesetzt, dass an dieser Kreuzung eine große Signalanlage gebaut wird. Ursprünglich war zunächst nur eine für Autos geplant, weil die Anzahl der Fußgänger zu gering war. „Im Gewerbegebiet ist betriebsbegleitendes Wohnen erlaubt, außerdem ist die Straße Eiderhöhe die Zufahrt zum Eidertalwanderweg“, so Ingwersen. „Ich begrüße natürlich, dass es endlich an beiden Knotenpunkten losgeht. Seit 2008 kenne ich die Debatte. Immer wieder hatte der Kreis Maßnahmen abgelehnt“, so Ingwersen weiter. Die Gemeinde Bordesholm forderte immer wieder eine Entschärfung des Kreuzungsbereichs, der zum Teil schwer einzusehen ist. „Zudem fahren viele Autofahrer dort mit hohem Tempo, obwohl nur 70 Stundenkilometer erlaubt sind.“

Schwerer Unfall war Auslöser für Ortstermin

Der zuständige Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr in Rendsburg (LBV) hielt die Verkehrsdichte im Kreuzungsbereich für einen Kreisverkehr, der zunächst im Gespräch war, und später für eine Ampel aber immer wieder für nicht ausreichend. Im Oktober 2017 war dann ein schwerer Unfall mit fünf verletzten Verkehrsteilnehmer wieder Auslöser für einen Ortstermin, bei dem die Situation vor Ort neu bewertet werden sollte.

Damals verständigten sich die Vertreter beider Seiten auf eine Verkehrszählung, auf deren Grundlage neu entschieden werden sollte. Das Ergebnis: Täglich fahren auf der L 49 insgesamt 8200 Fahrzeuge in Richtung Dätgen, 8300 in Richtung Nettelsee. 4200 Autos kommen aus dem Bordesholmer Moorweg, 800 aus dem ökologischen Gewerbegebiet. Das reichte letztlich aus. Aber die Mühlen der Behörden mahlen langsam. Am 28. August 2018 ereignete sich erneut ein schwerer Unfall auf der Kreuzung mit zwei schwerverletzten Personen. Und zur Erinnerung: Schulklassen, die beispielsweise die Biobäckerei im ökologischen Gewerbegebiet besuchen, melden ihre Ausflüge immer bei der Polizei an und lassen sich sicher über die L 49-Kreuzung bringen.

Reesdorfer Kreuz war 2013 ein Unfallschwerpunkt

Schwere Unfälle mit Verletzten waren auch auf dem „Reesdorfer Kreuz“ in Wattenbek in den letzten beiden Jahrzehnten zu beklagen. 2013 war dieser Bereich ein Unfallschwerpunkt im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Durch das interkommunale Gewerbegebiet von Bordesholm und Brügge, das auf der Fläche neben der L 49 fertiggestellt worden ist, wird sich die Verkehrsdichte noch weiter erhöhen. An der Einmündung aus Richtung Biogasanlage sind seit mehreren Monaten Stoppschilder zur Erhöhung der Sicherheit aufgestellt worden – wenn die Straße frei ist, hält sich aber kaum ein Autofahrer daran.

Immer informiert: Nachrichten aus der Region

Die Erleichterung war da, aber das Engagement geht weiter: Die Bürgerinitiative gegen Atommüll in Schönwohld will auch nach der Entscheidung für andere Standorte gegen die Freimessung und Deponierung von AKW-Schutt kämpfen. "Das Thema ist für uns nicht einfach abgeschlossen", sagt Beate Marxen.

Florian Sötje 23.09.2019

Die Planung für ein fünf Hektar großes Neubaugebiet mit Platz für rund 100 Wohneinheiten in Flintbek - nordöstlich der Straße Saalbeek und angrenzend an den Bokseer Weg - nimmt Fahrt auf. Der Bauausschuss votierte mehrheitlich für den Entwurf und für die Auslegung des Bebauungsplans .

Sorka Eixmann 23.09.2019

Hunderte Ausflügler nutzten das gute Wetter, um in Groß Vollstedt beim ersten Kürbisfest einen Teller Suppe zu löffeln und beim ersten Hausflohmarkt wenige Häuser weiter günstige Schnäppchen zu machen. Beide Veranstalter waren begeistert. „Mit dem Zulauf haben wir nicht gerechnet.“

Beate König 23.09.2019