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Rendsburg Boxen für Energie im Job
Lokales Rendsburg Boxen für Energie im Job
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06:00 31.10.2018
Von Sven Janssen
Die 17-fache Boxweltmeisterin Ina Menzer (Mitte) zeigt Anja Plambeck (links) und Christina Bornhöft , wie man boxt. Quelle: Sven Janssen
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Flintbek

Die Mitarbeiter des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) haben die Boxhandschuhe übergestreift und trainieren mit Menzer im eigenen Seminarraum.

Soll die LLUR lernen, sich künftig besser durchzuboxen, um Antragstellern Paroli zu bieten? „Nein“, sagt Wiebke Harmsen, Geschäftsführerin des Gesundheitsmanagements. Der Kursus sei einer von vielen, den die 715 Mitarbeiter an den Standorten Flintbek, Lübeck, Flensburg und Itzehoe belegen könnten, um aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun. 2,5 Stunden bezahlte Arbeitszeit dürfen die Mitarbeiter wöchentlich nutzen, um ihr Wohlbefinden zu fördern. Die Angebote reichen von Yoga, über das Singen, Nordic Walking, Massagen, Bogenschießen bis hin zum Schwimmen.

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Auch einmal von Schreibtisch aufstehen

„In der Zeit zwischen 11 und 14 Uhr ist es uns wichtig, einmal vom Schreibtisch aufzustehen und etwas anderes zu machen, um daraus auch neue Energie zu schöpfen“, erklärt Harmsen. Die Mitarbeiter müssten lediglich die Extrakosten für die Angebote selbst zahlen. 2017 haben sie dafür rund 37000 Euro ausgegeben. Knapp 50 Prozent aller Mitarbeiter hätten mindestens ein Angebot wahrgenommen.

Zu diesem Konzept passe auch das Projekt „Spitzensportler bewegen Mitarbeiter“ der Barmer Ersatzkasse, so Harmsen. Dabei ging es nicht alleine darum, beim Boxen ins Schwitzen zu kommen; die Boxerin hat auch ganz persönlich von ihren Höhen und Tiefen erzählt und ihre Strategien verraten, wie man sich selbst motiviert, wenn es gerade mal nicht so gut läuft.

Rückschläge sind nicht schlimm

„Rückschläge sind nicht schlimm, wichtig ist, wie man damit umgeht“, sagt Menzer. „Mein größter Rückschlag war, als ich 2010 meinen Weltmeistertitel verlor.“ Das habe sie richtig gewurmt, und in dem Moment sei ihr klar geworden, dass sie ihre Karriere nur als Weltmeisterin beenden wolle. Einfach sei es nicht gewesen, sich selbst zu motivieren. „Man braucht klare, aber auch realistische Ziele und muss sich selbst einen Weg aufzeigen“, rät sie. Motivation sei reine Kopfsache. Menzer hat sich durchgeboxt und stand 27 Monate nach ihrer Niederlage wieder an der Spitze.

Am 24. August 2013 besiegte sie in ihrer Heimatstadt Mönchengladbach Weltmeisterin Goda Dailydaite, holte sich ihren Titel zurück und beendete ihre Boxkarriere. „Viele dieser Tipps kenne ich, aber man macht sie sich nicht immer bewusst“, sagt Christine Thiessen. Daniela Loukota ist überzeugt, dass die Ansprache der Profisportlerin auch ein wenig hilft, gegen den inneren Schweinehund anzukämpfen.

Hans-Jürgen Jensen 30.10.2018
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