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Rendsburg Arche Warder nimmt Kurs
Lokales Rendsburg Arche Warder nimmt Kurs
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00:25 17.01.2015
Von Nora Saric
Von der Koppel nach Berlin: Die Tierpfleger-Azubis Josefine Lohse und Kevin Schleth waschen Schlamm aus dem Fell der Hinterwälder-Rinder Schorsch und Beate, damit sich die Tiere bei Grünen Woche sehen lassen können. Quelle: Nora Saric
Warder

Deshalb griffen sie, auf dem Hof der Stallungen angekommen, beherzt zu Wasserschlauch und Striegel. Zum achten Mal wird die Arche Warder, Zentrum für seltene Nutztierrassen, Teil der großen Landwirtschaftsmesse in der Hauptstadt vom 16. bis 25. Januar sein. Gestern früh brach die kleine „Reisegruppe Arche“ auf: die beiden Hinterwälder-Rinder, eine Gruppe Thüringerwald-Ziegen und Poitou-Eselstute Tadjine begleitet von ihren Tierpflegern. Ihr Auftrag in Berlin: Sie sollen aufmerksam machen auf die Gefährdung der seltenen Haus- und Nutztierrassen und sensibilisieren für deren Schutz und den Nutzen in der Landwirtschaft durch Zucht.

 „Diese Tiere sind selten, kaum einer kennt sie noch, sie müssen unbedingt für die Landwirtschaft erhalten bleiben“, betonte Arche-Mitarbeiterin Stefanie Klingel. Deshalb sollen die alten Rassen auf der Messe dabei sein, um ein möglichst breites Publikum zu erreichen. „Sie sind ganz speziell an die regionalen Begebenheiten ihrer Herkunftsorte angepasst“, so Klingel. „Ihre besonderen Eigenschaften oder auch körperlichen Merkmale kann man für die Tierzucht nutzen.“ Weil in den Ausstellungshallen in Berlin jede Menge Trubel sein wird, ist es wichtig, dass die Botschafter-Tiere gut am Halfter gehen. „Schorsch und Beate sind Handaufzuchten und an Menschen gewöhnt“, erklärte Klingel. „Trotzdem müssen wir das Halftergehen regelmäßig üben.“ Mit den Azubis klappte das schon sehr gut. Artig ließen sich die jungen Rinder von der Koppel wegführen. In Berlin werden sie regelmäßig in Halle 25 im Schauring zu sehen sein oder am Stand der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen. Der Verein ist Kooperationspartner der Arche Warder.

 In Halle 26 teilen sich Arche und Tierpark-Sponsor Suzuki einen Stand. Auf einem Holzturm können Ziegen klettern und die Pouitou-Stute lässt sich die Ohren kraulen. Am Dienstag, 20. Januar, gestaltet die Arche Warder um 18.30 Uhr in Halle 26 einen Vortragsabend mit Referent Arne Ludwig zum Thema „Brauchen wir die alten Haustierrassen?“.

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