Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Frevel oder nicht?
Lokales Rendsburg Frevel oder nicht?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:30 25.07.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Neben der zurzeit grün schimmernden Mühlenau hat ein Bagger eine bis zu vier Meter breite Schneise geschlagen. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Anzeige
Langwedel

Die bis zu vier Meter breite Schneise ist Gesprächsthema im Dorf. Am Ortsrand geht hier ein beliebter Wanderweg entlang. Über die Mühlenau führt eine Holzbrücke. Im Wäldchen nebenan wachsen Erlen, Eichen, Birken. Hundebesitzer führen ihre Tiere aus.

"Muss das jetzt sein?"

„Ich war erschüttert“, sagt Volker Kock. Der 68 Jahre alte Pensionär aus Langwedel entdeckte die Schneise am Ufer der Mühlenau vor wenigen Tagen. „Muss das jetzt sein? Die Frage stelle ich mir.“

Anzeige

"Das ist genehmigt"

Das Ausbaggern gehöre zu einem mit dem zuständigen Wasser- und Bodenverband abgesprochenen Konzept, erklärt Michael Wittl, Leiter des Fachdienstes Umwelt beim Kreis. „Wir haben uns das angesehen, das ist genehmigt.“ Er verstehe, „dass Bürger Alarm schlagen“. Der Zeitpunkt der Arbeiten sei richtig. Im feuchten Winterhalbjahr würde der Bagger den Boden verdichten. Das sei schlimmer. Wittl beruhigt: „Das erholt sich wieder.“

"Die Au trat immer wieder über die Ufer"

Wegen feuchter Sommer konnte der Bach jahrelang nicht ausgebaggert werden, erklärt Markus Heerdegen, der Bürgermeister von Langwedel. Im Januar habe der Wasser- und Bodenverband zugesichert, das Bachbett auszuheben, sobald trockenes Wetter herrscht.

Denn immer wieder sei die Au über die Ufer getreten. Privatgrundstücke und der Campingplatz hätten teils unter Wasser gestanden – auch das Kindergartengelände. „Wir haben eine Sorgfaltspflicht gegenüber den Kindern.“

25.07.2018
25.07.2018
Rendsburg SPD-Machtkampf in Nortorf - Sozialdemokraten fetzen sich
Hans-Jürgen Jensen 25.07.2018