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Rendsburg Bäume mit klingenden Namen gepflanzt
Lokales Rendsburg Bäume mit klingenden Namen gepflanzt
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16:50 28.11.2019
Von Beate König
Lars Glindemann (von rechts), Eike Fandrey und Lea Prüß pflanzten mit Oleg Ceban einen von 80 Bäumen auf der neuen Obstwiese bei Langwedel. Quelle: Beate König
Langwedel

20 Jahre rollten Kieslaster von der 34 Hektar großen Kiesabbaufläche der Firma Peter Glindemann an der Landesstraße L 298 zwischen Langwedel und Borgwedel. In der vergangenen Woche rollten Pflanzentransporter mit 80 Obstbäumen auf das renaturierte ehemalige Kiesabbaugebiet.

Auf einem fünf Hektar großen Stück der 2015 nach 20 Jahren Abbauzeit geschlossenen Fläche wurde eine Obstbaumwiese mit alten Sorten angelegt. Auf 20 Hektar entsteht bereits auf einer Sukzessionsfläche ein Feuchtgebiet, in dem Weiden und Birken an einem See wachsen. Auf neun Hektar entstand Grünland für extensive Beweidung.

Bioverbundsystem entsteht

„Durch die Renaturierung der Fläche entsteht in der Region ein Bioverbundsystem“, erklärte Unternehmer Lars Glindemann, der jetztigr Besitzer des Familienunternehmens, mit Blick auf die Landschaft, die die Fläche umrahmen: Fünf Hektar Fläche an der Olendieksau hat die Stiftung Naturschutz ökologisch aufgewertet. Der Brahmsee und ein ebenfalls ökologisch aufgewerteter Truppenübungsplatz umgeben die neue Obstwiese.

Bäume für 7000 Euro

„Landwirtschaft, Wirtschaft und Naturschutz kooperieren im Projekt“, erläuterte Lea Prüß vom Verein Naturpark Westensee – Obere Eider. Der Verein warb die Mittel für das Anlegen der Obstbaumwiese an: 90 Prozent der insgesamt 7000 Euro übernahm das Land, zehn Prozent der Verein.

In Abstimmung mit Pächter Eike Fandrey setzte die auf alte Sorten spezialisierte Gärtnerei von Oleg Ceban aus Sörup vier bis fünf Jahre alte Bäume auf den mit 40 Zentimeter Mutterboden abgedeckten Kies- und Sandboden. Mit der ersten Ernte von Kirschen, Birnen oder Äpfeln wird es noch etwas dauern: „In drei bis fünf Jahren werden die Bäume Früchte tragen“, schätzt der Diplom-Agraringenieur Oleg Ceban.

Glücksburger Königsapfel gepflanzt

8000 Liter Kompost wurden bei der Pflanzung von Sorten mit klingenden Namen in den Boden eingearbeitet: Dithmarscher Paradiesapfel, Glücksburger Königspapfel, Schleswiger Erdbeerapfel, Schaalburger Renette, Holsteiner Cox und Golden Delicious stehen an der Landesstraße.

Tiere profitieren von der aufgewerteten Fläche

Für Lea Prüß vom Verein Naturpark Westensee – Obere Eider ist entscheidend: Bienen, Bodenbrüter, Kleinsäuger und Vögel profitieren von der aufgewerteten Fläche. Die Qualität des beim Kiesabbau verdichteten Bodens wird durch die zu erwartenden Durchwurzelung zukünftig verbessert. Im Frühjahr waren dort bereits Blühstreifen mit „Blütenmeer“-Regio-Saatgut von der Stiftung Naturschutz angelegt worden.

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