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Rendsburg Lanz-Bulldog-Club zeigte 130 Oldtimer
Lokales Rendsburg Lanz-Bulldog-Club zeigte 130 Oldtimer
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19:26 15.07.2018
Von Beate König
Eckart (links) und Michael Dege tuckerten mit dem 25-PS-Bulldog eineinhalb Stunden zurück nach Wielen. Quelle: Beate König
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Molfsee

Wolfgang Wagner präsentierte neben der Winkelscheune stolz seinen grünen Unimog aus dem Baujahr 1953. „Mit dem bin ich zum Nordkap gefahren“, erzählte der 71-Jährige, „das hatte ich mir nach meiner Pensionierung vorgenommen.“ Wagner hatte dem Wagen mit Allradantrieb, dem seine Fahrer alternativ gern die Kosenamen „Allzweckwaffe“ oder wegen seiner weichen Federung „Wackelpudding“ anfügen, von einem Förster gekauft.

Mit dem "Wackelpudding" zum Nordkap

„Um nach Stonehenge in Großbritannien zu kommen, brauchte ich drei Anläufe.“ Einmal ging die Maschine vor dem Übersetzen über den Kanal in die Knie, dann die Kupplungsdruckplatte. Heizung sei bei kühleren Temperaturen kein Problem: Der Kühler ist im Armaturenbrett integriert. Wird das Kühlwasser heiß, erwärmt es Fußraum und Fensterscheibe.

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Geografie-Professor sanierte Lanz

Auch Eckart Dege erfüllte sich mit einem Oldtimer seinen Traum. 1974 entdeckte er einen Lanz bei einem Nachbarn und kaufte ihn für 50 Mark. Jahre stand der Trecker als Rosthaufen in seiner Scheune. Nach der Emeritierung legte der Geografie-Professor los. Fünf Jahre brauchte er, bis der Schlepper runderneuert war. „Ich habe erst hinten alle Teile auseinandergenommen, dann vorn. Es blieb zum Glück kein Teil übrig.“ Ein Nachbar und auch die Vereinsmitglieder standen mit Fachwissen parat. Der leuchtend blau lackierte Schlepper war 1950 das erste Modell, das ohne Vorglühen des Glühkopfs per Hand gestartet wurde.

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