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Rendsburg Rettungsplan für 700-jähriges Denkmal
Lokales Rendsburg Rettungsplan für 700-jähriges Denkmal
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19:50 26.09.2018
Von Frank Scheer
Eine Rodung des Lindentorsos ist vorerst vom Tisch. Die Gemeinde Bordesholm will einen Rettungsplan für die Gerichtslinde auf der Klosterinsel entwickeln. Quelle: Frank Scheer
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Bordesholm

Die historische über 700 Jahre alte Gerichtslinde auf der Klosterinsel bleibt der Region Bordesholm und den Touristen erhalten. Die Gemeindevertretung sprach sich am Dienstagabend neben dem Rettungsplan dafür aus, über eine Umgestaltung des Lindenplatzes mit ungbäumen, die den Torso einbetten sollen, nachzudenken.

Eine Arbeitsgruppe wird sich mit einem ganzheitlichen Konzept befassen, das denn Ausschüssen im Frühjahr 2019 vorgelegt werden soll. Die FDP scheiterte vor der Zustimmung zum Rettungsplan mit ihrem Antrag, ein Bürgervotum über die Zukunft des zusammengebrochenen Naturdenkmals einzuholen.

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Torso wird nochmal eingekürzt

Vor wenigen Tagen hatte der Kulturausschuss noch mit einer knappen 5:4-Mehrheit für die Fällung gestimmt, im Umweltausschuss gab es ein Patt. Das ist aber Schnee von letzter Woche, fast alle ziehen nun an einem Strang. Aus Sicherheitsgründen soll der Stumpf etwas eingekürzt werden. Der Bauzaun um den Baum wird entfernt. 

Der Baumpfleger Hartwig Kahnt (Flintbek) hatte in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass es aus seiner Sicht möglich sein könnte, in zehn bis 15 Jahren einen neuen Hauptstamm aus den Stockaustrieben zu züchten. „Die Linde ist nicht unsterblich, aber sie lebt. Wir sollten sie stehen lassen“, betonte Bürgermeister Ronald Büssow (SPD). 

Am Donnerstagabend diskutuerten Kultur- und Umweltausschuss sowie rund 30 Zuhörer über die Zukunft der historsischen Linde in Bordesholm

Rettungsplan und Neugestaltung

Nun will die Gemeinde mit den Experten klären, wie der Rettungsplan funktionieren kann. In einer Hamburger Baumschule gibt es fünf genetische Nachkömmlinge der Linde. Diese haben bereits eine Höhe von drei Meter und einen Stammunfang von 80 Zentimetern. Ein interessanter Vorschlag eines Planers sieht vor, diese Jungbäume in Alleecharakter in den Lindenplatz einzubinden.

Die Gerichtslinde ist seit Jahren vom Brandkrustenpilz befallen. Wegen des Fäulnisprozesses war im Mai ein riesiger Ast abgebrochen. Aus statischen Gründen musste der Baum daraufhin völlig eingekürzt werden.

Aus Verkehrssicherheitsgründen sägte der TBH Bordesholm am Montag alle verbliebenen Äste am Naturdenkmal ab.

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