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18:41 21.12.2018
Wolfgang Ludwig aus Ottendorf kauft ein Weihnachtsgeschenk im Buchladen von Sabine Dietzel in Kronshagen. Quelle: Florian Sötje
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Kronshagen/Flintbek

Die Buchhandlung Henning Korth in der Kronshagener Ladenzeile besteht seit 1974. Zehn Jahre ist Sabine Dietzel die Inhaberin. Probleme durch den Online-Handel? Hier nicht. „Wir haben unheimlich viel Stammkundschaft. Die Leute kommen nicht nur an Weihnachten“, sagt Dietzel. Dennoch, die Weihnachtszeit bleibt die wichtigste Zeit fürs Geschäft.

Ist im Internet bestellen wirklich schneller?

Aber was ist, wenn ich meine Geschenke auf den letzten Drücker besorgen muss? Geht das im Internet nicht schneller? Nein, sagt Buchhändlerin Dietzel. Das Lager aus dem sie ihre Bücher bezieht, liegt genau neben dem des Online-Riesen Amazon. Innerhalb von zwei Tagen kann ein Buch auch bei ihr abholbereit liegen.

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Buchhandlung als sozialer Treffpunkt

Aber ist es nicht beschwerlich, sich von der Couch zu erheben und in den Weihnachtstrubel zu stürzen? Nein, sagt Wolfgang Ludwig. Er kommt aus Ottendorf und lässt sich gerade eine Autobiographie einpacken. „Ich unterstütze gerne familiengeführte Läden. Das liegt mir am Herzen. Zudem kann man hier immer ein nettes Schwätzchen halten“, sagt Ludwig.

Jutta Goullon von der Flintbeker Bücherstube hat noch keinen Kassensturz gemacht. „Gefühlt sind wir aber sehr zufrieden“, sagt sie. Die Flintbeker seien treu und lesebegeistert. Über den eigenen Shop könne man auch Bestellungen rund um die Uhr zur Abholung im Laden entgegennehmen.

Veranstaltungen und Beratung als Gegenargumente

„Das Internet bleibt aber eine Konkurrenz, insbesondere die Unmengen an Büchern, die Amazon jetzt durch unterschiedliche Eigenverlage anbietet“, sagt Goullon. Darauf hätten die Buchhändler keinen Zugriff, und der Kunde wandere in dem Moment ab, wenn er das Buch unbedingt haben wolle. „Wir halten dagegen mit Veranstaltungen vor Ort und einer guten Beratung“, sagt Goullon.

Auch im Kaufhaus Renner im Flintbeker Rosenberg herrscht in diesen Tagen Hochbetrieb. Das Angebot ist groß. „Diese Art der Vielfalt ist sicher ein Pluspunkt“, weiß Inhaberin Imke Janneck. Dennoch spüren auch sie und ihr Team die Konkurrenz aus dem Internet.

Kein Abfall wie bei Paketen aus dem Internet

Trotzdem sind viele Kunden vor Ort, weil Renner ein großes Angebot vorhält – so wie Kundin Anke Kempe aus Westensee: „Ich kaufe viel lieber in Geschäften vor Ort. Da bekomme ich persönliche Beratung, habe Dinge vor Augen und kann sie miteinander vergleichen. Außerdem produziere ich weit weniger Abfall, als wenn ich die Pakete im Internet bestelle, die mit Verpackungs- und Füllmaterial gefüllt sind.“

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Von Sorka Florian und Eixmann Sötje

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