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Rendsburg Gelbes Rohrgebilde lässt Gäste rätseln
Lokales Rendsburg Gelbes Rohrgebilde lässt Gäste rätseln
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20:00 04.08.2019
Von Frank Scheer
Zum Kunstwerk "Mannometer" gibt es ganz viele verschiedene Meinungen. Sigrun und Heinrich Schröder aus Nortorf hätten es gar nicht den Objekten von See & Art zugeordnet. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

Kunst? Gabriele Evert guckt erstaunt auf das gelbe Rohrkonstrukt, das hinter einem Zaun am Seerundweg in Bordesholm positioniert ist. Und in der Tat gehört „Mannometer“ von Hendryk Claussen zu den etwa 60 Objekten der noch bis zum September laufenden Open-Air-Schau See & Art. Das Kunstwerk spaltet nicht nur Bordesholm, sondern auch die Spaziergänger am See, wie eine Kurzumfrage ergab.

"Wird da Sauerstoff in den See gepumpt?"

„Wird das gebraucht? Oder kann das weg?“ hatte zuletzt Alt-Bürgermeister Jürgen Baasch öffentlich verkünden lassen. Spaziergänger auf den Seerundweg können beim Anschauen auch nur rätseln, denn der Holzpfahl mit einer Erklärung ist nicht mehr vorhanden. Gabriele Evert aus Neumünster musste lachen. „Den Kunstwerken hätte ich das jetzt nun nicht zugeordnet. Ich habe gedacht, das ist irgendwas Biologisches. Man könnte wegen der Nähe zum See echt denken, dass da Wasser abgepumpt wird oder Sauerstoff jetzt wegen der Algen hineingepumpt wird.“ Und eigentliche passe „das da“ auch nicht zu den anderen Objekten. „Die Schau finde ich insgesamt gut.“ Ihre Lieblinge: der Paradiesvogel und die Waldtiere der Brügger Grundschule.

Spaziergänger finden Objekttitel auch kreativ

„Unterhaltsam“ bewertet das Ehepaar Sigrun und Heinrich Schröder aus Nortorf das Ausstellungsprojekt. „In Bordesholm wurde schon immer viel für die Kultur gemacht“, so Heinrich Schröder, der viele Jahre in der Druckerei des mittlerweile verstorbenen Paul Steffen gearbeitet hatte. Er habe dessen Engagement für den Bordesholmer Kultur- und Verschönerungsverein immer mitbekommen. Viele Spaziergänger bleiben auch bei den einzelnen Stationen stehen, machen Fotos. Ein Paar aus Kiel schmunzelt: „Wir raten bei jedem Objekt, wie es heißen könnte.“ Beim Werk „Platz für Außenseiter“ von Christiane Claussen, bei dem ein pinkfarbener Stuhl in Richtung See steht und eine Flasche am Ufer angeordnet ist, lagen beide falsch. Bei der Auswahl ihre Titel seien so manche der Kunstschaffenden echt kreativ gewesen. „Da muss Alkohol, vielleicht auch mehr im Spiel gewesen sein“, lacht der Mann und zeigt mit dem Daumen nach oben.

See & Art sollte 2020 wiederholt werden

Karin Bönschen, die regelmäßig am See unterwegs ist, meint, dass der Ort diese Schau durchaus im nächsten Jahr wiederholen sollte. Sie habe sich viele Dinge angesehen, und viele finde sie auch richtig gut, beispielsweise das Klima-Café oder die Meerjungfrau. „Aber alles hat seine Zeit. Zwei bis drei Monate sollten die Objekte stehen, dann reicht das auch aus.“ Obwohl auch sie dem „Mannometer“ eher kritisch gegenüber steht. Aber Kunst soll ja auch anstoßen. „Vielleicht wäre es anders, wenn der hohe Zaun das Objekt nicht umschließen würde?“ Der Künstler will mit seiner authentischen Darstellung dieser technischen Anlage, die so im öffentlichen Raum zu finden ist, an diesem prominenten Ort tatsächlich auch zum „Rätseln“ anstoßen.

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