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Rendsburg Ausschüsse für Genossenschaftsmodell
Lokales Rendsburg Ausschüsse für Genossenschaftsmodell
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16:30 26.07.2019
Von Sven Janssen
Die beiden Wohnblöcke, die die Kieler Architektin Renate Schmid entworfen hat, stießen auf Kritik. Sie bilden den ehemaligen Dorn'schen Hof nicht ab, seien zu hoch, und durch die geknickte Bauform seien die Wohnungsschnitte unvorteilhaft. Quelle: Sven Janssen
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Bredenbek

Zu groß, zu klobig, zu hoch, für Bredenbek unpassend - das waren die Kritikpunkte vom Bau- und Finanzausschuss und den Bürgern an den sehr detaillierten Architektenentwürfen der zwei geplanten Wohnblöcke, die Ferdinand Borchmann-Welle, Geschäftsführer TING-Projekte, am Donnerstag vorstellte. Eine noch zu gründende Genossenschaft will rund 2500 Quadratmeter des Geländes Dorn’scher Hof am Rolfshörner Weg von der Gemeinde kaufen, um dort das TING-Projekt für Mehrgenerationenwohnen umzusetzen.

Auch Sozialwohnungen geplant

Auf der Fläche sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit je zehn Wohneinheiten entstehen. Insgesamt 20 Wohnungen sollen in beiden Gebäuden entstehen, davon acht Zweizimmerwohnungen, acht mit drei Zimmern und vier Wohnungen mit vier Zimmern. „Die acht Zweizimmerwohnungen entstehen als geförderter Wohnraum“, sagte Borchmann-Welle. Diese würden nur mit Wohnberechtigungsschein vergeben.

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Kritik: Gebäude sind zu hoch

„Ich habe ein Problem mit den zehn Metern Gebäudehöhe“, sagte Peter Böge (CDU). Er plädierte dafür, das Staffelgeschoss wegzulassen und mehr in die Breite zu bauen. „Man könnte beide Gebäude auch verbinden, dann würde man einen Fahrstuhl einsparen“, schlug Bartelt Brouer (SPD) vor und erinnerte an Entwürfe, die schon seit Jahren vorlägen. Seitens der Bürger wurde darauf verwiesen, dass ein Stellplatz pro Wohnung nicht ausreiche. Andrea Gellert (FWB) wünschte sich, dass Bredenbeker vorrangig bei der Vergabe berücksichtigt würden.

Nur für Genossenschaftsmitglieder

Wer einziehen will, muss Mitglied der Genossenschaft sein. Nach derzeitigen Schätzungen müssten bei einem Investitionsvolumen von vier Millionen Euro je nach Wohnungsgröße zwischen 30 000 und 80 000 Euro Genossenschaftsanteil gezahlt werden. Dazu komme die monatliche „Miete“, mit der hauptsächlich die Kredite bedient würden, so Borchmann-Welle. Sie liege geschätzt zwischen 5,40 Euro pro Quadratmeter für die Sozialwohnungen und bis zu 9,50 Euro für frei finanzierten Wohnraum.

Damit das Projekt voran komme, müsse Einigkeit über den Kauf der Fläche und das Baurecht bestehen, sagte der Geschäftsführer. Erst dann könne man beginnen, Genossenschaftsmitglieder zu suchen. „Der Kaufvertrag sollte jetzt zügig zustande kommen, damit wir anfangen können“, sagte er.

Eine Arbeitsgruppe soll die Pläne überarbeiten

Das ging den Ausschüssen dann doch zu schnell. „Wir sollten nichts übers Knie brechen, noch haben wir zu wenig Informationen, um eine Entscheidung zu treffen“, sagte Christoph Klahn (FWB). Um Klarheit zu schaffen, soll sich jetzt eine interne Arbeitsgruppe mit dem Projekt beschäftigen, beschlossen die Ausschüsse. Grundsätzlich gaben sie TING das Signal, das man das Projekt weiterverfolgen wolle.

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