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Rendsburg Neue Obergrenze: 6,5 Millionen
Lokales Rendsburg Neue Obergrenze: 6,5 Millionen
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21:35 23.06.2015
Von Hans-Jürgen Jensen
Mit dem Entwurf gewann das Berliner Team den Wettbewerb. Quelle: A2F Architekten
Rendsburg

Die Kosten haben für Aufsehen gesorgt. Das Team A2F Architekten aus Berlin hat vor wenigen Tagen in einer Berechnung von bis zu 6,5 Millionen Euro gesprochen. Die Gruppe hat einen Ideenwettbewerb der Stadt gewonnen. Die da formulierte Obergrenze von 3,8 Millionen Euro habe nur für den Baukörper und die Technik gegolten, sagt Bauamtsleiter Frank Thomsen.

„Ich fühle mich veräppelt“, sagte Axel Bornhöft (CDU) am Dienstagabend im Ausschuss. Das Rathaus habe nicht mit offenen Karten gespielt. Die Verwaltung habe die Politiker im Glauben gelassen, dass 3,8 Millionen reichen. „Wenn das nochmal vorkommt, ist das für mich jetzt die letzte Runde.“ Auch der Ausschuss-Vorsitzende Marc-Olaf Begemann sagte: „Wir alle sind von 3,8 Millionen ausgegangen.“ Er finde die Sache befremdlich, so könne die Verwaltung nicht auf Dauer mit den Politikern umgehe, meinte Armin Rösener (Grüne). Es gibt aber kein Zurück: „Wenn wir den Stadtteil aufwerten wollen, müssen wir die Halle bauen“, sagte Begemann.

Ohne explizit einen Fehler einzuräumen, ruderte Thomsen im Ausschuss zurück. Formulierungen in dem auch von den Politikern beschlossenen Ausschreibungstext seien missverständlich gewesen. Der Bauamsleiter sprach von „redaktioneller Ungenauigkeit“.

Das Quartiersnetzwerk Mastbrook hat sich unterdessen erneut für die Mehrzweckhalle stark gemacht. Sie wäre wichtig fürs Quartier, die Jugendarbeit und Kultur. Die Enttäuschung unter den rund 3000 Einwohnern würde wachsen, warnt Maike Callsen vom Sanierungsträger BIG Städtebau, die das Netzwerk moderiert. „Das Gefühl, durch die Politik wieder abgehängt zu werden, würde sich im Norden Rendsburgs verfestigen.“ Die Halle sei ein Schlüsselprojekt. Ohne die Halle könne sich der Stadtteil nicht weiterentwickeln. Investitionen von Hausbesitzern blieben aus.

Im Quartiersnetzwerk Mastbrook kümmern sich Einwohner, Geschäftsleute und Vertreter von Big Städtebau, Schule, Kita, Stadtteilhaus, Kirche und Rathausverwaltung um ihren Stadtteil. Eine Gruppe von rund 20 Menschen trifft sich viermal jährlich in der Schule Mastbrook und bespricht aktuelle Themen wie Bauvorhaben, Feste oder die nächste Ausgabe der Stadtteilzeitung „Mein Mastbrook“.

Die Stadt ist kein unbeschriebenes Blatt für den neuen Pastor, der ab Juli das Team der Kirchengemeinde Nortorf ergänzen wird. Christoph Tretow ist der Name des Wattenbekers, der den Pfarrbezirk I von Vorgängerin Babette Lorenzen übernehmen wird.

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Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer: Die Gemeinde Bordesholm lässt die 40 Meter lange und sehr schmale Trasse für Radfahrer vor dem Geschäftsbereich in der Bahnhofstraße 70 bis 74 zur Straße hin verlegen. Das hat der Ausschuss für Umwelt und Infrastruktur beschlossen. Die Kosten belaufen sich auf bis zu 14000 Euro.

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