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Rendsburg Minister sah sich auf Baustelle um
Lokales Rendsburg Minister sah sich auf Baustelle um
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17:57 08.05.2014
Von Nora Saric
Verkehrsminister Reinhard Meyer (rechts) lässt sich von Ulf Jacobsen, Sachgebietsleiter Baudurchführung vom LBVSH Rendsburg, Details zur Sanierung der L 328 erklären. Quelle: Saric
Timmaspe/Nortorf

Er verschaffe sich gerne selbst ein Bild vor Ort, sagte Reinhard Meyer und betonte, dass der Zustand der Straßen – insbesondere der Landesstraßen – in Schleswig-Holstein lange Zeit unterschätzt worden sei. Zu lange: Etwa ein Drittel des Landesstraßennetzes sei sanierungsbedürftig. „Die große Debatte, die in Deutschland über Verkehrsinfrastruktur geführt wird, ist bekannt. Bei der Finanzierung gab es lange Zeit ein Verteilungsproblem.“ Es gebe letztlich nur die Möglichkeit zu investieren, um die Straßen nachhaltig auszubessern, so der Minister weiter. „Ich bin froh, dass wir mit der Landesregierung diesen Weg gefunden haben.“ Das millionenschwere Sondervermögen werde nach einem Abfolgeplan für die nächsten vier Jahre eingesetzt.

 „Wir wollen hier keinen Flickenteppich. Die L 328 wird deshalb grundsaniert. Wir müssen das Vermögen sinnvoll einsetzen“, fuhr Meyer fort. Der insgesamt 4,4 Kilometer lange Teil der Straße ist, wie berichtet, in drei Bauabschnitte eingeteilt. Der erste zwischen Timmaspe und Nortorf werde bereits am kommenden Montag abgeschlossen und ab Dienstag wieder befahrbar sein, teilte Ulf Jacobsen, Sachgebietsleiter für Baudurchführung des Landesbetriebs Straßen und Verkehr (LBV), mit. Dann beginne der zweite Abschnitt.

 Bis auf die acht Meter Fahrbahnbreite bleibt nichts erhalten: Die alte, 36 Zentimeter dicke Asphaltschicht wird komplett entfernt. Das sind 32 000 Tonnen Altmaterial. Auf eine neue Kiesschicht (10 000 Tonnen), damit die Höhe erhalten bleibt, werden 26 Zentimeter neuer Asphalt (26 000 Tonnen) aufgetragen. „Die Dicke der Tragschicht ist der Verkehrsbelastung angepasst“, so Jacobsen. Trotz „wahnsinnig viel Schwerverkehr“ (18 Prozent) auf dieser Trasse, würden zehn Zentimeter Asphalt gespart werden können. Das mache die Sanierung günstiger.

 „Es kann keiner behaupten, hier würde nicht zusammengearbeitet werden“, reagierte Meyer auf die Kritik von Rolf-Oliver Schwemer, Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Wie gestern berichtet, bemängelte Schwemer, die beteiligten Behörden würden bei der Planung von Großbaustellen nicht gut zusammen arbeiten.

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