Mit Trockenheit im Sommer steigt die Brandgefahr: Darauf sollte man achten
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Rendsburg Brandgefahr: Darauf sollte man achten
Lokales Rendsburg Brandgefahr: Darauf sollte man achten
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19:00 03.07.2019
Von Florian Sötje
Viele Flächen- und Vegetationsbrände führten im vergangenen Jahr zu einem Anstieg der Klein- und Mittelbrände in Rendsburg-Eckernförde. Quelle: Lina Schlapkohl
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Rendsburg/Neumünster

Der heiße und trockene Sommer im vergangenen Jahr spiegelt sich in der Statistik des Kreisfeuerwehrverbandes Rendsburg-Eckernförde wider. Hatte es im Jahr 2017 noch 312 Klein- und 53 Mittelbrände im Kreisgebiet gegeben, waren die Zahlen 2018 auf 396 Kleinbrände sowie 111 Mittelbrände angestiegen.

"Der Anstieg der Klein- und Mittelbrände in 2018 resultiert auch aus zahlreichen Flächen- und Vegetationsbränden", sagt Fritz Kruse, stellvertretender Kreiswehrführer. Zu dieser Gruppe zählten zudem Brände, die durch Erntemaschinen auf Feldern ausgelöst wurden.

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Die achtlos weggeworfene Kippe bleibt ein Hauptgrund für Brände

Eine der häufigsten Ursachen für Feldbrände ist nach wie vor die achtlos aus dem Autofenster geschnippte Zigarette. Selbst das Aschen aus dem Auto sei bei trockenem Gras oder Stroh gefährlich, sagt Kruse. Gleiches gilt für das Grillen im Freien.

Ob im Park oder im eigenen Garten: Die Grillkohle sollte man nicht einfach wegkippen oder stehen lassen. "Wenn die Glut erloschen ist, reicht etwas Wind, um sie wieder zu entfachen", ergänzt Kruse. Ablöschen sei die sicherste Variante.

"Das sind alles so Kleinigkeiten. Aber das Bewusstsein der Menschen für Gefahren ist etwas aus dem Blickfeld verschwunden", sagt der Experte. Als Feuerwehr hoffe man, dass die Menschen dafür wieder sensibler würden. Mit der Brandschutzerziehung in den Schulen versuche man, einen Beitrag dazu zu leisten.

Steuerzahler zahlt Einsätze der Feuerwehren mit

"Zudem zahlt der Steuerzahler für die Feuerwehreinsätze mit", erläutert Kruse. Die Arbeitgeber der vielen ehrenamtlichen Kameraden ließen sich die entstandenen Ausfallkosten durch Einsätze von den Gemeinden bezahlen.

Für Waldbrände ist laut Kruse oftmals herumliegender Müll die Ursache. Eine am Boden liegende Glasflasche kann schnell zum Brennglas werden. Das bestätigt Landwirt Detlev von Bülow, Gutsherr von Gut Bossee. "Wenn man durch den Wald geht, wundert man sich schon, was da so alles herumliegt", sagt von Bülow. Er hat 600 Hektar Wald, 300 Hektar Ackerbau und 50 Hektar Grünland unter seiner Obhut.

Landwirte stellen Wasserreserve auf die Felder

Die nächste Gefahr lauert auf den Feldern. Fährt eine Erntemaschine über einen Stein, reicht ein Funke aus, um ein Feuer zu entfachen. Man habe daher Maßnahmen ergriffen, so von Bülow. "Wir platzieren Anhänger mit Wasser auf Feldern, auf denen gedroschen wird." Die Wasserbeschaffung auf den Äckern ist naturgemäß schwierig.

Eine weitere Gefahrenquelle bei anhaltender Trockenheit liegt in den Mooren der Region, zum Beispiel im Dosenmoor zwischen Bordesholm und Neumünster. Hier hatte es 2011 einen Großbrand gegeben. "Die Schwierigkeit beim Moorbrand liegt in der Zugänglichkeit", sagt Sven Kasulke, Leiter der Berufsfeuerwehr Neumünster. Wege sind nicht erschlossen, ob sie Kameraden und Ausrüstung tragen, ist häufig ungewiss.

Vorsicht im heimischen Garten

"Zudem gibt es viel Rauch, weil der Torf stark qualmt. Dann hat man auch das Problem der Lokalisierung des Brandes", erzählt Kasulke, dem allerdings andere Brände aus dem vergangenen Sommer in Erinnerung geblieben sind. "Wir hatten vermehrt Heckenbrände bei Bürgern, weil sie ihr Unkraut abgeflammt haben. Davon können wir als Feuerwehr nur abraten. Wenn das Feuer auf Schuppen oder Haus übergreift, wird es schnell sehr gefährlich."

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