Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Die wichtigsten Fakten zur Mittelpunktmesse
Lokales Rendsburg Die wichtigsten Fakten zur Mittelpunktmesse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:54 20.05.2017
Von Gunda Meyer
Rund um die Kirche wird am Wochenende das Messegelände sein. Quelle: Sven Janssen
Nortorf.

In einem Radius von 150 Metern rund um die St. Martin-Kirche werden sich 79 Aussteller auf den rund 7000 Quadratmetern Fläche in 35 Pagoden-Zelten, auf Freiflächen oder direkt in ihren Geschäften präsentieren. Auch 22 Vereine zeigen auf einer Meile vor dem Teldec-Park, was sie zu bieten haben. Neben Gesprächen mit Vereinen und Firmen gibt es noch ein Rahmenprogramm für die ganze Familie

Die Programm-Highlights

Für die Sportlichen:

Auf dem Rasen vor der Kirche veranstalten das Team Doppelpass und die Sparkasse Mittelholstein ein Menschenkicker-Turnier, bei dem bis zu zehn Mannschaften antreten können. Am Teldec-Park gibt es einen Kletterturm und an mehreren Stellen in der Innenstadt werden Hüpfburgen aufgestellt.

Für Kunst- und Musikliebhaber:

Die Kantorei der St. Martin-Kirche in Nortorf wird 100 Jahre alt und feiert das zum Abschluss der Nortorfer Messe am Sonntag um 17 Uhr mit einem Konzert. Gespielt werden Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und ein Auftragswerk des Kieler Komponisten Werner Parecker: das Oratorium Und vergib uns unsere Schuld. Es musizieren Julia Henning und Lisa Schmalz (Sopran), Ulrich Burdack (Bass), der Kinderchor, die Kantorei und das Orchester der Kirche unter der Leitung von Ulrich Hein. Außerdem ist beim Stand der VR-Bank der Schnellzeichner Joachim Rick zu Gast und fertigt rasend schnell Karikaturen-Portraits an.

Für die Nostalgiker

Den ersten Ford mit Frontantrieb, einen P4 von 1966 gibt es am Stand des Autohauses Hünker zu bestaunen, das Reisebüro Andresen ist mit einem Oldtimer-Bus dabei. Historisch wird es auch bei dem Film über Nortorf, den das Museum zeigen wird.

Für die Glückssucher

Im großen Messezelt auf dem Marktplatz gibt es eine Tombola. „Wir haben 100 Preise im Gesamtwert von 6000 Euro zusammengetragen“, erklärt Kai Diener vom Messe-Team, darunter ein E-Bike, ein Mäh-Roboter und ein großer Flachbildfernseher. Eine Auslosung gibt es an beiden Messetagen jeweils um 17 Uhr im großen Zelt. 400 Lose werden vor Ort für je einen Euro verkauft. Die Erlöse werden anschließend an die Jugendfeuerwehr Nortorf gespendet, die beim Losverkauf unterstützt.

Für die Schnäppchenjäger

Am Sonntag ist ab 8 Uhr vor dem Gebäude der Stadtwerke über den Roten Platz bis hin zur Bahnhofstraße ein Flohmarkt. An dem Tag sind auch die Geschäfte in der Innenstadt von 12 bis 17 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag geöffnet. Im großen Messezelt auf dem Marktplatz gibt es an beiden Tagen eine Tombola mit insgesamt 400 Losen und 100 Preisen.

Das Bühnenprogramm

Aber auch auf der großen Bühne in der Poststraße steht einiges auf dem Programm. Hauptakt ist die Kult-Coverband Tin Lizzy, die am Sonnabend ab 20 Uhr bei der Messeparty einheizen wird. Tagsüber gestalten folgende Vereine das Programm:

Die Gruppe No more Slum zeigt ein phillippinisches Märchen auf Plattdeutsch (Sonnabend, 10 bis 10.30 Uhr; Sonntag 11bis 11.30 Uhr)

Kleinstadttheater Nortorf führt ein 30-minütiges Stück auf (Sonnabend 16.30 bis 17 Uhr; Sonntag 13 bis 13.30 Uhr)

Der TuS Nortorf zeigt verschiedene Tänze (Sonnabend 11.45 bis 12.45; Sonntag12 bis 12.30 Uhr)

Der Feuerwehrmusikzug Amt Nortorfer Land spielt (Sonnabend 14 bis 16 Uhr)

Die Nortorfer Spielergarde macht Musik (Sonnabend11 bis 11.30 Uhr)

Die GosPop-Singers Groß Vollstedt sind mit einem bunten Potpourri aus Gospel- und Popsongs dabei (Sonnabend 17.30 bis 18 Uhr)

Die Volkshochschule ist mit ihrem Zumba-Kurs vor Ort (Sonnabend 13 bis 13.30 Uhr; Sonntag 14 bis 16 Uhr)

Friseur Coco präsentiert sich  (Sonntag 16.30 bis 17 Uhr)

Alleinunterhalten Jochen Rohner lässt die Messe ausklingen (Sonntag 17.30 bis 18.30 Uhr)

Wo finde ich was?

Auf der interaktiven Karte sehen Sie, wo sich welche Aussteller und Vereine präsentieren, wo getanzt werden kann und was auf welchen Aktionsflächen passiert.

Das ist neu an der Messe

1. Der Standort: Erstmals findet die Messe nicht wie bisher in der Gemeinschaftsschule Nortorf statt, sondern rund um den Marktplatz. Mehr Flexibilität und eine bessere Übersicht über die Angebote versprechen sich die Organisatoren davon.

2. Kein Eintritt: Erstmals müssen Besucher keinen Obolus entrichten. Damit sollen auch Menschen mit kleinerem Geldbeutel angelockt werden. Um die Kosten zu decken, müssen die Aussteller für die Standgebühren etwas tiefer in die Tasche greifen.

Ludwig Reese ist der Mann der Pläne. Er ist Projektleiter der Messe. Quelle: Gunda Meyer

3. Der Projektmanager: Damit alle Aussteller zeitig wissen, wo sie hin müssen und die Planung auf den Punkt klappt, hat der VHHI den Projektmanager Ludwig Reese engagiert, der schon viele Messen auf die Beine gestellt hat.

4. Die Party: Bislang gab es bei den Mittelpunktmessen am Sonnabend immer einen Messeball. In diesem Jahr gibt es eine Party, zu der jeder kommen kann.

Ein Blick zurück: So waren die bisherigen Mittelpunkt-Messen

Der Beginn 1997

Am 12. April 1997 startete die erste „Nortorf Messe“ mit 109 Betrieben auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Schulgelände im Galgenbersweg, in der ehemaligen Realschule und der Sporthalle. Messeorganisatoren waren damals Jörg Ingwersen und Hans Böttcher vom VHHI. Rund 20000 Besucher waren da.

2. Messe mit mehr Platz

Fast doppelt so groß wie die erste Messe war die zweite Auflage am 10. und 11. April 1999, die neben der Realschule und der Sporthalle auch noch die Räume der Hauptschule in dem Schulzentrum ausfüllte. Dort präsentierten sich 156 Aussteller vor etwa 20000 Besuchern.

3. Auflage mit neuem Namen

Genauso groß wie die zweite Messe, nur mit neuem Namen begann die dritte Auflage unter dem Titel „Mittelpunktmesse Stadt & Land“ am 22. und 23. März 2003. Der Turnus wurde zwischenzeitlich auf vier Jahre festgelegt. Auf 8500 Quadratmetern Fläche konnten sich rund 20000 Besucher an den Ständen von 173 Aussteller informieren.

4. Messe in einer Zeltstadt

Von der Schule rein in die gut 8000 Quadratmeter große Zeltstadt im Gewerbegebiet Gnutzer Straße ging es am 5. und 6. Mai 2007 für die 110 Gewerbetreibenden Nortorfs. „Das neu angelegte Gewerbegebiet mit dem Raum für Zelte, den vielen Parkmöglichkeiten, Strom- und Wasseranschlüssen bietet sich an“, begründete der damalige VHHI-Chef Jörg Ingwersen vor zehn Jahren. Erstmals haben sich die Organisatoren auch ein Logo für die Messe überlegt. Rund 14000 Besucher waren da.

5. Messe mit Geschichten

Am 31. März und 1. April 2012 ging die Messe wieder zurück in gewohnte Gefilde: Das Schulzentrum am Galgenbergsweg. Dort tummelten sich rund 10000 Besucher an den Ständen von 124 Ausstellern. Zum Mini-Jubiläum hat sich der VHHI Vorsitzende Peter Gebhard überlegt einen Wettbewerb auszuschreiben. Gesucht wurden Kurzgeschichten und Fotos von den und über die bisherigen Messen. Der Aufwand der Organisation ließ die Veranstalter noch ein Jahr länger warten.

Es kommt Bewegung in die Bauarbeiten an der alten Hugo-Syring-Schule in Nortorf. Bagger haben in dieser Woche schon den Anbau abgerissen. Der Umbau in ein Haus für Vereine und Verbände begonnen. Das Gebäude wird entkernt. Nach jahrelanger Planung entsteht ein barrierefreies Haus mit Fahrstuhl.

Gunda Meyer 19.05.2017

Die Firma Elektro Schüler in Bordesholm feierte am Donnerstag Richtfest für das neue Firmendomizil am Ortsausgang in Richtung Neumünster. Über eine halbe Million Euro investiert der Betrieb mit 55 Mitarbeitern - allerdings ist die Aufbruchstimmung getrübt: Das Ladengeschäft wird geschlossen.

Frank Scheer 18.05.2017

Der Landsknecht, das älteste Haus in Rendsburg? Darüber kann Alfred "Ali" Gudd nur lachen. Der Stadthistoriker steht in der Nienstadtstraße in einem tristen Hinterhof und deutet auf einen Anbau aus roten Ziegeln: "Das ist das älteste Haus."

Hans-Jürgen Jensen 18.05.2017