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Rendsburg Daniel Günther eröffnete 21. Nordart
Lokales Rendsburg Daniel Günther eröffnete 21. Nordart
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12:50 02.06.2019
Von Beate König
Ministerpräsident Daniel Günther besah sich sich beim Rundgang über die Nordart den Turm "Babylonian" von Xi Jianjun aus der Galerie aus. Quelle: Beate König
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Büdelsdorf

Nordart-Gründer Hans-Julius und Johanna Ahlmann konnten mit den langjährigen Kuratoren Wolfgang Gramm und Inga Aru bei der Eröffnung der 21. Nordart Daniel Günther begrüßen. Der Ministerpräsident kündigte an, Kunstwerke aus Ahlmanns Schau werden am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Kiel ausgestellt.

4000 Gäste kamen am Sonnabend zur Eröffnung des Skulpturenparks und der Hallen der ehemaligen Gießerei Carlshütte in der Vorwerkallee in Büdelsdorf. Auf 80.000 Quadratmetern Außenfläche und 22.000 Quadratmetern im Innenraum zeigen in diesem Jahr 350 Künstler – mehr, denn je - zeitgenössische Werke. „Die Kunst ist so frisch, dass es offiziell noch keine kunsthistorische Einordnung gibt“, beschrieb Hans-Julius Ahlmann die Aktualität der Werke, die teils aus diesem Jahr stammen.

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Eine weitere Besonderheit: Bei der Auswahl der 150 Werke zum Länderschwerpunkt Frankreich sind ausschließlich Künstlerinnen dabei.

Künstler aus der Region sind gut vertreten

Künstler aus der Region und dem Land sind auf der Schau internationaler zeitgenössischer Kunst weiterhin gut vertreten: In der Wagenremise sind Gemälde von 13 Künstlern aus der Gruppe der Norddeutschen Realisten ausgestellt. Nach den Eröffnungsreden ergoss sich sofort ein Strom vom Gästen in den 400 Quadratmeter großen Raum.

Hans-Julius Ahlmanns Hinweis „Fotografieren erlaubt“ führte vor Christopher Lehmphuls Naturszenen zu Menschenaufläufen: Per Handy wurde die spezielle Maltechnik mit zentimeterdick aufgetragener und dadurch griffig dreidimensional wirkender Ölfarbe im Foto festgehalten. Bildhauer Jörg Plickat, weltweit ausstellender Künstler aus Bredenbek, zeigte vier Skulpturen. Von den Bildhauern Jo Kley und Winny Schaak stammt jeweils ein älteres Werk.

Gast Hans-Peter Jensen hatte es das spiegelnde, auf den ersten Blick Schiffsschrauben ähnliche Objekt „Multiversum“ des tschechischen Künstlers Rudolf Burda vor der Remise angetan. „Das ist für mich fast das beste Werk,“ sagte Jensen zum Künstler, der sich neben dem 2019 vollendeten Stück den Fragen der Besucher stellte.

Das Spiegelkabinett besteht aus 2084 maßangefertigten Scheiben

Juan Zaft war beim Rundgang von zwei gegensätzlichen Kunstwerken bezaubert: „Welches ist mein richtiges Ich?“ fragt man sich im begehbaren Spiegelkabinett „Noah‘s Garden“ des chinesischen Künstlers Deng Guoyan. 500 Metallträger und 2084 Scheiben sind Maßanfertigungen, „wie in der Elbphilharmonie.“ Sie wusste: „Den Aufbau macht immer das gleiche Team.“

Im Pavillon gegenüber des Spiegelkabinetts überzeugte sie die Arbeit des Franzosen Gilles T. Lacombe. Über Wochen hinweg baute der Franzose ohne Team, allein, per Hand, eine Weltuntergangsszene mit kippendem Boden, Gemälden, goldenen Rettungsring und einer Bronzeskulptur, die ein aus dem Wasser aufragendes Heck eines Schiffs zeigt. „Ein echter Künstler.“

Nordart, Büdelsdorf, Vorwerkallee, bis 13. Oktober, Dienstag bis Sonntag 11 bis 19 Uhr, Führungen. Eintritt: 12 Euro, Schüler 5 Euro, Familienkarte ab 17 Euro.

www.nordart.de

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