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Rendsburg Übernimmt Bordesholm die VHS Flintbek?
Lokales Rendsburg Übernimmt Bordesholm die VHS Flintbek?
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08:02 06.09.2019
Von Frank Scheer
Das VHS-Team Karin Klänhammer (links) und Kathleen Baumann, die hier Fotografien von Jens Helmbrecht pärsentieren, leiten die Einrichtung in Bordesholm/Wattenbek. Quelle: Beate König
Bordesholm/Flintbek

„So ein Blödsinn!“ So reagierte Flintbeks Bürgermeister Olaf Plambeck auf Aussagen, dass sich der Trägerverein der Volkshochschule seiner Gemeinde auflöst und die Geschäfte von der VHS Bordesholm/Wattenbek übernommen werden. Fakt ist aber, dass beide Seiten am Montag über eine „Optimierung“ beraten.

In einer Vorlage für den Finanzausschuss des Schulverbands, unter dessen Trägerschaft die VHS in Bordesholm läuft, heißt es: „Die VHS Flintbek befindet sich in einer Vereinsträgerschaft und wird seitens der Gemeinde Flintbek mitfinanziert. Der Verein wird sich auflösen. An den Schulverband wurde die Anfrage gestellt, ob ein Zusammenschluss der Volkshochschule des Schulverbandes mit der aus Flintbek denkbar ist“. Die Sitzung findet am Dienstag, 10. September, ab 18 Uhr im Rathaus am Bordesholmer Bahnhof statt – einen Tag nach dem VHS-Gipfel.

Bordesholm und Flintbek haben gemeinsames Programmheft

Bordesholms Schulverbandschef Manfred Christiansen reagierte auf Nachfrage unserer Zeitung zurückhaltend. Er sprach von einer „engeren Kooperation“. Die Anfrage sei im Juni gekommen. Seitens der VHS Bordesholm/Wattenbek stünde einer Zusammenarbeit aus seiner Sicht nichts im Wege. Bereits seit Jahren würden beide Einrichtungen ein gemeinsames Programmheft herausgeben. „Und immer mehr Buchungen laufen über das Internet. Das würde die Situation erleichtern.“ Mehr wolle er noch nicht sagen.

Übernahme noch umstritten

Dass Bordesholm und Flintbek über Synergien auf der Verwaltungsebene nachdenken, ist nichts Neues. Der ehemalige Bordesholmer Amtsdirektor Heinrich Lembrecht hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass das Verwaltungsgebäude in Bordesholm „erweiterungsfähig geplant“ wurde. 2014/15 wurden die Gespräche über eine „engere Verknüpfung“ beider Verwaltungen vorerst beendet.

Mögliche Fusion wegen Verschuldung

Das mit über zwölf Millionen Euro stark verschuldete Flintbek steht momentan aber mit dem Rücken an der Wand. Die VHS-Gespräche hätten aber vielmehr mit personellen Veränderungen zu tun, so Olaf Plambeck. Angela Spreer aus der Geschäftsleitung und Petra Reichstein aus dem Vereinsvorstand hätten ihren Rückzug angekündigt. „Ich plädiere eigentlich für eine hauptamtliche Leitung. Es wäre katastrophal, freiwillige Leistungen wie eben eine VHS für die Bürger zu streichen.“ Der zuständige Ausschuss in Flintbek hat das Thema im Juni beraten und ihn beauftragt, die VHS „kostensparender weiterbetreiben zu lassen“. Nach seinen Angaben haben die VHS auch Kontakt zur Gemeinde Molfsee aufgenommen. Für Flintbek gehe es zurzeit darum, Fakten, Daten und Kosten zu sammeln. Der Flintbeker Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur und Soziales wird sich mit dem Thema in seiner Sitzung am Mittwoch, 11. September, ab 19.30 Uhr im Rathaus befassen.

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