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Rendsburg Immer Ärger mit dem Sperrmüll
Lokales Rendsburg Immer Ärger mit dem Sperrmüll
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09:21 20.05.2018
Lothar Schmidt vom Bauhof Molfsee kehrt die Scherben und Fliesen zusammen, damit sich keine Kinder daran verletzen. Für die Abfuhr ist der Bauhof nicht zuständig. Quelle: Sorka Eixmann
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Molfsee

Laut Kalender der Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckerförde (AWR) war der Sperrmüll-Abfuhrtermin in Molfsee auf Montag, 14. Mai, festgelegt. Davon haben auch viele Bürger Gebrauch gemacht – nur leider haben sich auch wieder viele Bürger nicht an die Regeln gehalten: Es wurde auch munter entsorgt, was gar nicht zum Sperrmüll gehört. Genau das gammelt nun an den Sammelstellen – unter anderem im Wollbergsredder – vor sich hin, zum Ärger der Verwaltung.

Glas, Staubsauger und alte Autoreifen

Bauhof-Mitarbeiter Lothar Schmidt dreht noch mal eine Extrarunde vor der Mittagspause. Ziel ist der Wollbergsredder. „Wir haben einen Anruf bekommen, dass hier Scherben liegen“, erklärt er, während er einen Besen vom Auto holt.

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Bei den Glasscherben handelt es sich um das Sicherheitsglas eines Backofens, der zwischen einem Toaster, einem Staubsauger, einem Telefon-Ladegerät und einem Reifen liegt. „Das sind alles Sachen, die nicht zum Sperrmüll gehören und vom Abfuhrunternehmen natürlich liegen gelassen werden. Und wir müssen nun für Ordnung sorgen“, ärgert sich Schmidt.

In Böhnhusen und Bordesholm gibt es Recyclinghöfe

Der Grund: „Wir als Gemeinde müssen die Reste zwar nicht entsorgen, aber wir passen schon auf, dass aufgrund der Dinge, die dort liegen, niemand verletzt wird“, erklärt Michael Krützfeldt vom Amt Molfsee. Er ist zuständig im Bereich Ordnungs- und Sozialamt und kennt sich aus, denn es ist nichts Neues. „Wir haben immer diese Probleme, wenn Sperrmüll ist.“ Leider sieht sich nachher auch keiner in der Pflicht, den liegen gelassenen Müll doch selbst zu entsorgen.

„Dabei haben wir entsprechende Rest- und Recyclinghöfe in Böhnhusen und auch in Bordesholm. Da kann man alles günstig oder sogar umsonst abgeben“, ärgert sich Schmidt über das nachlässige Verhalten mancher Bürger. Und eigentlich ist es auch ganz einfach: Auf der Internet-Seite der AWR ist mit wenigen Wort erklärt, was Sperrmüll ist: Sperriger Restabfall, der nicht in die Tonne passt. Was hingegen verwertet werden kann, zählt nicht zum Sperrmüll, auch dann nicht, wenn es sich um Haushaltsgegenstände handelt, schreibt die AWR. Und betont: Sämtliche Altmetalle (Fahrräder zum Beispiel) oder Elektrogeräte gehören nicht zum Sperrmüll, denn diese Wertstoffe müssen getrennt erfasst werden, um sie dem Recycling zuführen zu können.

„Es ist eine Riesensauerei, das hier liegen zu lassen“, bringt es Lothar Schmidt auf den Punkt. Am Ende kostet es sogar noch Steuergelder, denn: Die Arbeit der Bauhof-Mitarbeiter ist schließlich nicht umsonst.

Von Sorka Eixmann

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