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Rendsburg Wenn es im Vorgarten summt und brummt
Lokales Rendsburg Wenn es im Vorgarten summt und brummt
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07:00 31.07.2019
Von Sorka Eixmann
Brigitte Heinrich hat sich im Vorgarten für einen insektenfreundlichen Garten entschieden. Quelle: Sorka Eixmann
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Molfsee

Ein kleiner, runder Tisch, zwei Stühle: "Ich könnte hier den ganzen Tag sitzen und den Insekten zusehen", sagt Brigitte Heinrich, die sich gemeinsam mit der Familie vor rund zwei Jahren entschieden hat, den Vorgarten nicht als klassischen Vorgarten zu gestalten. Daher hat sie sich dort auch ein Ruheplätzchen geschaffen, obwohl: "Eigentlich ist es eher ein Beobachtungsplatz, denn es ist immer was los."

Fliegen und Summen auf 15 Quadratmetern

Damit meint sie das muntere Fliegen, Krabbeln und Summen auf dem rund 15 Quadratmeter großen Areal vor dem Haus. "Früher hatten wir auch den typischen Rasen und ein paar Büsche", erinnert sich die 62-Jährige. Doch vor zwei Jahren habe man Sanierungsarbeiten am Haus vornehmen müssen, "Der Sockel musste isoliert werden, dafür mussten auch der Rasen und die Büsche erstmal weichen. Und dann haben wir überlegt, wie wir künftig dort pflanzen wollen. Wir waren ein bisschen planlos, dieser Planlosigkeit verdankt die Fläche ihren Ursprung", erklärt Heinrich mit einem Lächeln.

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Naturfreunde sind die Heinrichs sowieso, also fiel die Entscheidung schnell, Wildblumen auszusähen. "Wir haben uns Wildblumenmischungen geholt, dazu auch noch Getreide besorgt und fertig war die insektenfreundliche Fläche."

Ob Wilde Möhre, Nachtkerze, Spitzwegerich, Königskerze oder Schafgarbe - alles wächst bunt und wild durcheinander und lädt Insekten, Wildbienen, Hummeln und vieles mehr zum Verweilen ein. "Wir haben hier Schmetterlinge, Taubenschwänzchen, unterschiedliche Hummelarten, Schwebfliegen, aber auch viele Käfer, die ich gar nicht kenne", gesteht Brigitte Heinrich.

"Man muss die Wildnis wachsen lassen"

Seit 2009 lebt das Ehepaar in Molfsee, insgesamt sind knapp 1600 Quadratmeter als Garten zu bewirtschaften. Besonders der hintere Teil des Gartens lebt vom alten Baumbestand, der gehegt und gepflegt wird - auch dort achtet das Ehepaar auf Insektenfreundlichkeit.

"Wir haben ja auch Getreide ausgebracht und das wird demnächst auch sozusagen geerntet. Wir wissen noch nicht genau wie, aber eine Sense wird uns dabei sicher helfen." Für Brigitte Heinrich steht fest: '"Jeder kann mit solchen kleinen, insektenfreundlichen Ecken in seinem Garten den Insekten helfen, das macht viel Freude, wenn man es summen hört und sieht."

Für sie steht fest: "Man muss die Wildnis einfach wachsen lassen. Es ist traumhaft schön." Das Beste daran: "Jede Jahreszeit hat ihre Überraschung", sagt Brigitte Heinrich und schaut der kleinen Wildbiene zu, die sich kurz auf der Wilden Möhre niedergelassen hat, bevor sie summend zur nächsten Pflanze fliegt.

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