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Rendsburg Terrorvogel landet in Brügge
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06:42 06.11.2019
Von Frank Scheer
Am 9. November feiert das Museum Tor zur Urzeit in Brügge seinen zehnten Geburtstag. Dr. Gerald Kopp, wissenschaftlicher Leiter der Einrichtung, präsentiert hier den 3-D-Druck des Schädels vom Elasmosaurus, der bis zum 1. Februar in der Scheune stehen soll. Quelle: Frank Scheer
Brügge

Beim Geburtstagsfest am Sonnabend, 9. November, ab 11 Uhr werden auch einige Skelettneuerungen präsentiert.Im Juni 2009 hatte das Tor zur Urzeit, das die erdgeschichtliche Entwicklung vor allem Schleswig-Holsteins darstellen und vermitteln will, eröffnet. Federführend war damals wie heute Gerald Kopp. Der promovierte Geologe und Paläontologe war beim 2006 von Bordesholm nach Lütjenburg ausgesiedelten Eiszeitmuseum der wissenschaftliche Kopf. Dem damaligen Weggang aus Bordesholm war eine heftige Debatte über einen Neubau eines Eiszeitmuseums für 1,75 Millionen Euro vorangegangen. Durch ein Patt bei einem Bürgerentscheid 2003 mit jeweils 1467 für und gegen einen Neubau waren die Pläne geplatzt. Die Räume in der ehemaligen Brauerei Deinert gegenüber vom Hotel Carstens waren für ein Museum ungeeignet.

20000 Besucher in zehn Jahren in Brügge

Kopp schied damals aus dem Verein aus. Auf seine Initiative wurde 2009 mit einem in der Scheune tätigen Internet-Buchhändler eine Kooperation vereinbart. Eine 200 Quadratmeter große ungenutzte Fläche wurde in eine erdgeschichtliche Dauerausstellung umgewandelt. Das „Tor zur Urzeit“ war geboren – mittlerweile hat sich das Museum auf beide Etagen ausgedehnt. „20 000 Besucher haben wir in den vergangenen zehn Jahren begrüßt“, so Kopp. 700 Gruppen seien durch die Ausstellungen geführt worden. Das Museum wird durch einen Verein mit 30 Mitgliedern getragen. „Nur durch den ehrenamtlichen Einsatz und Spenden können wir überleben“, sagt Kopp. Staatliche Zuschüsse beantragt der Verein nur bei Neuanschaffungen oder Projekten.

Förderbescheid für Elasmosaurus kam im September

Wie eben jetzt beim Nachbau des Elasmosaurus, der aus Kopps Sicht zu den spektakulärsten Meeresechsen der Kreidezeit gehörte. Knochen des Sauriers wurden bei Grabungen vor Jahren in der Kreidegrube in Lägerdorf bei Itzehoe gefunden. „Im September ist der Förderbescheid eingegangen“, sagt Koop. Als Spende seien 3000 Euro von der Bordesholmer Sparkasse ebenfalls zugesagt, sodass der Bau durch die Neumünsteraner Firma Exponat in Auftrag gegeben werden konnte. Die noch nicht gedeckten Kosten von 5000 Euro will der Verein durch Patenschaften finanzieren.

Terrorvogel und auch Säbelzahntiger sind neu

Der Schädel im Wert von 500 Euro ist durch eine Zusage von Kristina Dohrn von der Firma Dohrn/Eggers gesichert. Weitere Patenschaften von 10 bis 200 können übernommen werden, auch beim Geburtstagsfest. Das beginnt um 11 Uhr mit einer Führung. Hans Dzieran, stellvertretender Museumsleiter, wird Kopp, der wegen eines Trauerfalls nicht teilnehmen kann, vertreten. Dabei werden auch neue Ausstellungsstücke wie Skelette eines Terrorvogels, Höhlenbärs, Urhuftiers und Säbelzahntigers eingeweiht. „Letztere kommen wegen der Zähne bei Kindern immer gut an“, sagt Koop.

Literarische Reise in die Welt von T-Rex & Co

Zum Abschluss des Geburtstags wird der Kieler Autor Markus Peter Kretschmer etwa ab 13.30 Uhr aus seinem Roman „Die weißen Steine“ lesen. Er dreht sich um eine Reise in die Kreidezeit mitten in die Welt von T-Rex und Co. Neben dem großen Projekt Elasmosaurus plant der Museumsverein 2020 weitere Neuerungen. So soll zum Beispiel das Außengelände integriert werden, beispielsweise ist im Rahmen der Aktion „Schleswig-Holstein blüht auf“ eine naturnahe Blumenwiese in Richtung Eider vorgesehen.

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