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Rendsburg Urzeit-Plesio im Mittelpunkt
Lokales Rendsburg Urzeit-Plesio im Mittelpunkt
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18:37 01.02.2020
Von Frank Scheer
Oliver Heitmann (2.v.l.) erklärt seinem Sohn Einzelheiten zum Elasmosaurus. André Kramer, zweiter Vorsitzender des Museumsvereins, erläutert Details. Quelle: Frank Scheer
Brügge

Mit unter den Gästen befand sich Oliver Heitmann mit seiner Familie. Persönliche Kontakte zum zweiten Vorsitzenden des Museumsvereins Andrè Kramer waren Auslöser für den Besuch. „Wir haben zusammen studiert“, so Heitmann. Zudem sei sein vierjähriger Sohn Steffen ein Dino-Fan. Für zehn Euro übernahmen die Heitmanns eine Patenschaft für einen der 73 Halswirbel – damit finanzieren sie quasi den 25 000 Euro teuren Urzeit-Star mit. Ein Zertifikat dokumentiert ihren Anteil. „Die pädagogische Arbeit kleiner Museen muss unterstützt werden. Für die ist jeder Euro wichtig“, so Heitmann.

Urzeitriese mit langem Hals

Neben vielen Paten und der Bordesholmer Sparkasse finanziert die Bingo-Lotterie mit 16 500 Euro den Löwenanteil an der von der Firma Expo-Nat in Tschechien gefertigten Replik – der ersten deutschlandweit. „Der Urzeitriese mit dem langen Hals ist kein Dinosaurier. Es handelt sich um einen Meeressaurier“, so Museumsleiter Dr. Gerald Kopp. Er gehört zur Gattung der Plesiosaurier.

Ein schwimmendes Reptil wie "Nessi"

Der Paläontologe Sven Sachs vom Naturkundemuseum in Bielefeld ordnete den Elasmosaurus als „schwimmendes Reptil“ wie „Nessi“ von Loch Ness ein – ein Vorfahre der Schildkröte. Der Wissenschaftler gab den Gästen einen Einblick in die Forschungsergebnis zum Elasmosaurus, den es vor 70 bis 80 Millionen Jahren auf der Erde gegeben hatte.

"Knochenkriege" in der USA

Der Experte wies auch auf die „Knochenkriege“ in den USA hin, die Publikationen über den Skelettfund eines Meeressäugers ausgelöst hatten. Dabei geht es um die wissenschaftliche und persönliche Auseinandersetzung der US-amerikanischen Paläontologen Othniel Charles Marsh (1831-1899) und Edward Drinker Cope (1840 bis 1897) gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Während der Fehde der Männer wurden über 142 neue Dinosaurierarten entdeckt.

Bürgermeister lobt großes Engagement

Brügges Bürgermeister Werner Kärgel (CDU) gehörte auch zu den Gästen. Eine Spende von 100 Euro übergab er ans Museum. „Es ist beachtlich, was hier geleistet wird. Ich danke dem ehrenamtlichen Einsatz von Dr. Kopp und dem Team, ohne deren Engagement das Ganze hier nicht möglich wäre.“ Zum Team zählen Barbara Wendt, Siegfried Brettscheider und Hans Dzieran.

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