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Rendsburg Kronshagen: Wohnpark für Ältere geplant
Lokales Rendsburg Kronshagen: Wohnpark für Ältere geplant
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18:00 15.05.2019
Von Florian Sötje
Die NGEG plant einen Wohnpark für ältere Kronshagener auf dem Gelände von Klemms Gartenmarkt. Quelle: Sven Janssen
Kronshagen

Niels Bunzen, Geschäftsführender Gesellschafter der Norddeutschen Grundstücksentwicklungsgesellschaft (NGEG), hatte eine Präsentation vorbereitet, mit der er das entwickelte Konzept für einen Wohnpark für ältere Kronshagener vorstellte. Auf der Fläche von Klemms Gartenmarkt, der dem Vorhaben weichen wird, sollen demnach 120 Wohneinheiten entstehen, bestückt mit geförderten und frei finanzierten Miet- und Eigentumswohnungen. Neben diesen bildet ein Zentralgebäude mit öffentlich zugänglichem Restaurant sowie Wohngruppen, Tagespflege und verschiedenen Dienstleistern den Kern des Konzepts. Dieses soll dem demographischen Wandel in Kronshagen Rechnung tragen. "Das ist für uns ein völlig anderes Projekt als die bisherigen", sagte Bunzen mit Verweis auf das Kieler Schlossquartier oder die Kieler Droysenstraße. "Teure Eigentumswohnungen werden diesem Projekt nicht gerecht", sagte Bunzen.

Kronshagener Bevölkerung wird immer älter

Das Konzept verfolge das Ziel, älteren Kronshagenern in ihrer Gemeinde ein Wohnangebot zu schaffen. Kronshagen habe eine ausgeprägte Einfamilienbehausung, jedoch wenig altersgerechten Geschossbau. Wem das große Grundstück im Alter über den Kopf wachse, müsse häufig wegziehen, sagte Bunzen. Zudem wird Kronshagen laut Statistik in den kommenden Jahren immer älter. Bis 2030 nimmt der Anteil der über 80-Jährigen in der Gemeinde um 20 Prozent zu. Bunzen betonte, dass man kein Pflegeheim bauen wolle, sondern einen Wohnpark mit ambulanten Pflege- und Dienstleistungen sowie offenen Räumlichkeiten und Grünanlagen für alle Kronshagener.

Entwicklung Kronshagens nur noch auf der Fläche der Klemms Gartenmarkt möglich

Bürgermeister Ingo Sander (CDU) hatte im Vorfeld der Sitzung bereits die Bedeutung der Fläche von Klemms Gartenmarkt für die Entwicklung Kronshagens erwähnt. "Wenn man auf die Karte guckt, kommt man an dieser Fläche nicht vorbei. Wenn sich Kronshagen noch entwickeln kann, dann dort."

Bürger wünschen sich ein generationenübergreifendes Quartier

Gemeindevertretern und Bürgern war wichtig, dass das Wohnprojekt bei einer Realisierung auch vornehmlich der Kronshagener Bevölkerung zugutekommt. "Dass der Wunsch besteht, Kronshagenern die Wohnungen als erstes anzubieten, haben wir aufgenommen. Und das wollen wir auch umsetzen. Sonst macht es ja keinen Sinn", sagte Bunzen. Obwohl sie das Konzept nachvollziehen konnten, wünschten sich einige Anwohner und Vertreter verschiedener Fraktionen ein generationenübergreifendes Quartier. Ein solches bevorzuge er auch, sagte Christian Willert (UKW). "Wir dürfen aber nicht die wirtschaftlichen Interessen außer Acht lassen", sagte Willert in Bezug auf einen späteren Betreiber. Dass es wirtschaftliche Interessen gebe, sei klar, sagte Bunzen. Eine Umfrage, welche Art von Wohnungen die Kronshagener haben möchten, sei dennoch möglich.

Unternehmen möchte im Dialog mit Bürgern bleiben

Anwohner wollten vom NGEG-Gesellschafter vor allem Informationen zu Höhe, Dichte und Art der Bebauung. Bunzen präsentierte drei Entwürfe von unterschiedlichen Architekturbüros. Für Detailfragen sei es aber noch zu früh, sagte Bunzen. "Wir sind mit Nachbarn schon in Kontakt getreten und hatten heute auch schon Besuch im Büro. Uns ist wichtig, im Dialog zu bleiben. Denn gegen Nachbarn sollte man nicht bauen", sagte Bunzen.

Nach der Vorstellung des Projekts gaben die Mitglieder im Hauptausschuss grünes Licht für eine weitere Behandlung im Bauausschuss.

Die Norddeutsche Grundstücksentwicklungsgesellschaft (NGEG) plant auf der Fläche von Klemms Gartenmarkt in Kronshagen einen Wohnpark für Ältere. Hier sehen Sie die drei Entwürfe unterschiedlicher Architekturbüros.
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