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Rendsburg Nach 2 Jahren: Kaum Bewuchs am Taucherriff
Lokales Rendsburg Nach 2 Jahren: Kaum Bewuchs am Taucherriff
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16:46 27.07.2009
Eckernförde

Von einem Taucherparadies ist das künstliche Riff noch weit entfernt.

Man nehme alte Betonringe sowie ausgediente Betonelemente aus der Kieler Straße („Panzersperren“), versenke sie in der Ostsee und schon entsteht eine lebhafte Unterwasserflora und -fauna. Doch so einfach, wie seinerzeit von der Stadt beschlossen, scheint die 30000 Euro teure Formel nicht aufzugehen. Das Riff ist mangels Unterlage zum Teil bereits im Meeresboden versunken, und der Bewuchs lässt zu wünschen übrig.

Taucher wie Marco Knaup sind ratlos. Auch er hat festgestellt, dass vor zwei Jahren noch Seeanemonen, Seescheiden und Miesmuscheln das Riff besiedelten. „Zurzeit finden sich hier nur ein paar Algen“, bedauert Knaup. Dabei funktionierten vergleichbare Riffs vor Kiel und Flensburg wesentlich besser. Sie seien gut bewachsen. Warum dies vor Eckernförde nicht so ist, soll nun untersucht werden.

Im Auftrag der städtischen Naturschutzabteilung wollen Ostsee-Info-Center (OIC) und Tauchcenter Eckernförde dem Problem auf den Grund gehen. Schließlich erwarte der Tauchurlauber, dass an dem Riff etwas dran sei, sagt Taucher Knaup, der auch beim OIC angestellt ist. So werden kleine Betonproben in ein Meerwasserbecken gelegt, um zu sehen, „was passiert“, und es wird immer dieselbe Stelle des Riffs in regelmäßigen Abständen beobachtet und dokumentiert.

„Wir beobachten auch, wie weit die Betonelemente eingesackt sind und in welcher Form Sandanspülungen auftreten“, so Knaup. Vergangenen Monat hat die Untersuchungs-Serie begonnen, die bis ins nächste Jahr dauert. Denn es gibt auch gute und schlechte Jahre für Bewuchs in der Ostsee. Ferner soll der fachliche Rat von Biologen eingeholt werden. Erst dann, so Knaup, könne man etwas über die Ursachen sagen.

Übermäßiger Seesternfraß oder ungünstige Zusammensetzung des Betons? Solche und ähnliche Dinge gelte es zu klären, um zu reagieren und das Riff wieder attraktiver zu machen, sagt der städtische Naturschutzexperte Michael Packschies. Für den erfahrenen Eckernförder Tauchlehrer Thorsten Peuster liegt das Riff dagegen schlicht am falschen Platz. Der Untergrund sei zu schlammig und die Strömung zu gering für einen guten Bewuchs, ist seine Meinung.

crd

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