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Rendsburg Feuerwehr Kronshagen wieder bedingt einsatzbereit
Lokales Rendsburg Feuerwehr Kronshagen wieder bedingt einsatzbereit
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17:07 22.02.2017
Von Frank Behling
Bei dem Brand im Gerätehaus der Feuerwehr Kronshagen wurden Einsatzfahrzeuge zerstört. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Kronshagen

Das größte Problem stellten die beim Brand zerstörten Fahrzeuge und die verbrannte Einsatzkleidung dar. Hier helfen die Berufsfeuerwehr Kiel sowie der Kreis Rendsburg-Eckernförde aus. Für die Löschfahrzeuge wurden Hallen des benachbarten Bauhofes der Gemeinde Kronshagen als Ersatzwache ausgewählt.

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Zwei Fahrzeuge sowie Einsatzbekleidung bereitet die Berufsfeuerwehr Kiel zur Übergabe am Donnerstag vor. Auch befreundete Feuerwehren aus Eckernförde oder Güstrow haben der Feuerwehr Kronshagen angeboten, Einsatzfahrzeuge auszuleihen.

Albig und Studt sagen Hilfe zu

Bei dem Brand im Gerätehaus waren fünf der acht Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Kronshagen zerstört worden. Drei Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Sie standen in der Fahrzeughalle, die einsturzgefährdet ist und nach Informationen der Polizei abgerissen werden muss. Der Schaden wird auf rund fünf Millionen Euro geschätzt.

Ministerpräsident Torsten Albig und Innenminister Stefan Studt (beide SPD) sagten der Freiwilligen Feuerwehr Kronshagen vor Ort schnelle, unbürokratische Hilfe zu. „Das ist nicht nur eine Halle mit Fahrzeugen, das ist das Leben der Feuerwehr. Das ganze Herzblut steckt in diesem Gebäude; damit will man retten und jetzt kann man nicht mehr retten“, sagte Albig. Kronshagen und seine Feuerwehr würden die Solidarität aller im Land bekommen. Die Neuausrüstung werde ihre Zeit brauchen, sagte Albig. „Aber es wird gelingen.“

Hier finden Sie Bilder zum Großbrand bei der Feuerwehr in Kronshagen.

Im Innenministerium soll eine Stabsstelle alle Fäden für eine Neuausrüstung der Kronshagener Feuerwehr zusammenführen. Möglicherweise wird das Land auch finanzielle Mittel vorstrecken, wie ein Regierungssprecher sagte.

Gerätewart alarmierte die Feuerwehr

In dem Gerätehaus hielten sich zum Unglückszeitpunkt keine Menschen auf, im daneben stehenden Verwaltungsgebäude habe der Gerätewart geschlafen. Er habe den Alarm gehört und die Feuerwehr gerufen. Zu diesem Zeitpunkt habe er bereits Flammen an dem Gerätehaus gesehen. Das Verwaltungsgebäude blieb - bis auf etwas Ruß an der Außenwand - unbeschadet.

Wie es zu dem Brand kam, war zunächst unklar. Brandstiftung sei auszuschließen, sagte Rendsburg-Eckernfördes Kreiswehrführer Mathias Schütte. Eine mögliche Brandursache könne ein technischer Defekt gewesen sein. Die Gerätehalle sei mit Rauchmeldern ausgestattet gewesen. Insgesamt waren 130 Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Bis Mittwochmittag war der Brand gelöscht.

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