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Rendsburg Umstrittener Zebrastreifen hat Zukunft
Lokales Rendsburg Umstrittener Zebrastreifen hat Zukunft
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20:00 03.01.2019
Von Frank Scheer
Der Zebrastreifen in der Paul-Steffen-Straße in Bordesholm muss vermutlich doch nicht verlegt werden. Von den Fußgängern wird der Überweg in Höhe der Einkaufsstraße sehr gut angenommen. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

Dafür müssen vermutlich zwei Parkplätze geopfert werden, und die Kommune muss Geld für einen Umbau in die Hand nehmen.

Im Frühjahr des vergangenen Jahres hatte die Verkehrsaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde die Gemeinde aufgefordert, den Zebrastreifen wieder von der Paul-Steffen-Straße zu entfernen und an seinen ursprünglichen Standort am Kreisel zu verlegen. Die Gemeinde hatte den Überweg im Oktober 2016 ohne Genehmigungsverfahren bewusst an den neuen Standort vor der Bordesholmer Sparkasse verlegt, weil dort die meisten Fußgänger die Straße gewohnheitsmäßig passieren.

Zebrastreifen am Kreisel lag tiefer

„Das würde ich ohne Zebrastreifen aber auch weiterhin so machen, weil es der direkte Weg ist“, betonten am Donnerstag mehrere Passanten auf Nachfrage unserer Zeitung übereinstimmend. Aus Sicht des Seniorenbeirats war die Entscheidung goldrichtig. Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren mussten eine Berg- und Talfahrt stemmen. Der Zebrastreifen am Kreisel lag höhenmäßig deutlich tiefer als die Einkaufsstraße

Im August hatte der Kreis ein schriftliches Machtwort gesprochen und den nachträglichen Genehmigungsantrag abgelehnt. Ihr Veto hatte die Behörde in Rendsburg damit begründet, dass eine Absegnung nicht möglich sei, weil der Fußgängerüberweg nicht der Norm entspräche und in einem kurvigen Bereich nicht zulässig sei. Zudem sei der Bereich vor allem für die Autofahrer, die auf den Kreisverkehr zufahren, trotz der erlaubten 30 Stundenkilometer schwer einsehbar. 

Ab September in aller Munde

Der Zebrastreifen war ab September in aller Munde. Eine öffentliche Pro- und Contra-Debatte wurde ausgelöst. In den sozialen Netzwerken wurde das Thema heiß diskutiert. Gemeinde und Amt stellten aber trotz der Anordnung auf stur: „Ein Zebrastreifen gehört dahin, wo er auf genutzt wird“, lautete das Hauptargument. Im vergangenen Monat hat es einen erneuten Termin mit Vertretern des Kreises und des Landes gegeben. Das Resultat klingt aus Bordesholmer Sicht mehr als positiv : Die Gemeinde soll einen Verkehrsplaner beauftragen, einen Entwurf vor allem mit besseren „Sichtfenstern“ vorzulegen.

 „Der Auftrag ist bereits erteilt, wir rechnen in Kürze mit einem Plan“, teilte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht auf Nachfrage mit.

Drei Knackpunkte

Nach seinen Angaben geht es um drei Knackpunkte: Das Hinweisschild auf den Zebrastreifen muss für die Autofahrer früher und plakativer aufgestellt werden. Außerdem müssten die „Sichtfenster“ am Zebrastreifen, vor allem auf der Seite des Parkstreifens, besser sein. „Es könnte sein, dass die ersten beiden Plätze wegfallen. Zudem muss wohl das Grün im Randbereich entfernt werden.“ Und eine „kleine Sicherheitszone“ soll gewährleisten, dass die Fußgänger auf beiden Seiten nicht gleich auf der Straße stehen. So langsam verlieren die 50 Zentimeter breiten weißen Streifen an einige Stellen auch Farbe, aber da wollten die Verantwortlichen wohl bis zur Entscheidung warten...

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